10. Januar 2019 / 23:43 Uhr

BVB-Boss Watzke kritisiert deutsche Jugend-Arbeit: "Bisschen schwächer geworden"

BVB-Boss Watzke kritisiert deutsche Jugend-Arbeit: "Bisschen schwächer geworden"

Redaktion Sportbuzzer
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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sieht die deutsche Jugendarbeit kritisch.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sieht die deutsche Jugendarbeit kritisch. © imago/Thomas Bielefeld
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Jetzt spricht BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund hat in einem Interview mit der "Bild" die deutsche Jugendarbeit kritisiert. Er habe das Gefühl, dass die Talentförderung schwächer geworden sei.

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Borussia Dortmund geht mit einem großen Vorsprung in die zweite Saisonhälfte der Bundesliga. Satte sechs Punkte liegt der BVB als Tabellenführer vor dem FC Bayern München. Für den Hinrunden-Erfolg hat neben Kapitän Marco Reus vor allem ein echtes Juwel gesorgt: Jadon Sancho. Der erst 18 Jahre alte Flügelflitzer des BVB feierte seinen großen Durchbruch und glänzte mit sechs Toren und acht Vorlagen in 17 Spielen. Doch Sancho (geschätzter Marktwert laut transfermarkt.de - rund 70 Millionen Euro) stammt nicht aus der eigenen Jugend des BVB, sondern wurde im vergangenen Jahr von Manchester City verpflichtet. Ein Trend, der BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nicht gefällt, wie er nun der Bild gesagt hat.

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BVB-Boss Watzke: "Gerade bei den 16- bis 20-Jährigen habe ich den Eindruck, dass wir ein bisschen schwächer geworden sind."

Im Interview mit dem Blatt kritisiert er die Förderung der Talente in Deutschland: "In der deutschen Talentförderung sind wir ein wenig vom guten Weg abgekommen. Ich habe momentan nicht das Gefühl, dass wir hier richtig gut aufgestellt sind", mahnte Watzke. "Gerade bei den 16- bis 20-Jährigen habe ich den Eindruck, dass wir ein bisschen schwächer geworden sind." Der BVB-Boss blickt kritisch in die Zukunft: "Wir holen ja jetzt auch schon teilweise sehr junge Spieler aus dem Ausland wie zum Beispiel Jadon Sancho. Ich halte es für die größte sportliche Herausforderung, unser gesamtes Jugend-Konzept auf den Prüfstand zu stellen", so Watzke.

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Als sogenannte "Local Player", also Spieler im Profi-Kader, die im eigenen Klub ausgebildet wurden, besitzt der BVB mit Christian Pulisic (20), Jacob Bruun Larsen (20), Mario Götze (26), Marcel Schmelzer (30) und Dzenis Burnic (20) nur fünf Eigengewächse mit Profi-Vertrag. Pulisic wird den BVB im Sommer zudem in Richtung FC Chelsea verlassen.

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