22. November 2018 / 12:41 Uhr

Anschlag auf BVB-Bus: Verteidiger von Sergej W. wollen weniger als 10 Jahre Haft

Anschlag auf BVB-Bus: Verteidiger von Sergej W. wollen weniger als 10 Jahre Haft

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Bild des Schreckens: Im April 2017 wurde auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ein Anschlag verübt.
Ein Bild des Schreckens: Im April 2017 wurde auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ein Anschlag verübt. © dpa
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Im Prozess um den Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund haben die Verteidiger des Angeklagten eine Haftstrafe von deutlich unter zehn Jahren beantragt.

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In seinem Plädoyer vor dem Dortmunder Schwurgericht hielt Rechtsanwalt Carl Heydenreich am Donnerstag eine Verurteilung wegen versuchten Mordes für ausgeschlossen. Der Angeklagte Sergej W. habe sich nur der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion schuldig gemacht. Der in Russland geborene Deutsche hatte im Prozess zugegeben, neben dem voll besetzten Mannschaftsbus des BVB drei Bomben gezündet zu haben. Er bestreitet aber jeden Tötungsvorsatz.

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Anschlag auf BVB-Teambus: Die Fotos aus Dortmund

Der Dortmunder Bus nach dem Anschlag. Am hinteren Teil sind die Verbeulungen durch die Detonation zu erkennen. Zur Galerie
Der Dortmunder Bus nach dem Anschlag. Am hinteren Teil sind die Verbeulungen durch die Detonation zu erkennen. ©

Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft beantragt

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am Montag lebenslange Haft beantragt. Die Tat vom 11. April 2017 hatte im In- und Ausland für Entsetzen gesorgt. Im Inneren des Busses wurde der damals noch für noch für Borussia Dortmund aktive Innenverteidiger Marc Bartra schwer am Unterarm verletzt. Ein Motorradpolizist erlitt ein Knalltrauma.

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Angeklagter Sergej W.: Wollte nur Angst und Schrecken verbreiten

Sergej W. hat bereits frühzeitig im Prozess zugegeben, die Bomben gebaut, versteckt und mit einem Fernzünder zur Detonation gebracht zu haben. Angeblich wollte er damit aber nur Angst und Schrecken verbreiten, um den Aktienkurs des börsennotierten Fußballvereins abstürzen zu lassen. Der 29-Jährige hatte zuvor mit geliehenem Geld zahlreiche Optionsscheine erworben, mit denen er auf einen fallenden Kurs wettete.