12. März 2020 / 00:04 Uhr

Nach BVB-Aus in der Champions League: Zorc kritisiert Leistung scharf - Favre: "Nicht übertreiben"

Nach BVB-Aus in der Champions League: Zorc kritisiert Leistung scharf - Favre: "Nicht übertreiben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die BVB-Verantwortlichen Michael Zorc und Lucien Favre waren sich in der Bewertung des Champions-League-Aus gegen PSG nicht einig.
Die BVB-Verantwortlichen Michael Zorc und Lucien Favre waren sich in der Bewertung des Champions-League-Aus gegen PSG nicht einig. © dpa (Archiv)
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Für Borussia Dortmund ist die Champions-League-Saison bereits nach dem Achtelfinale beendet. Der deutsche Vize-Meister ist am französischen Superstar-Team Paris Saint-Germain gescheitert. Während BVB-Sportdirektor Michael Zorc die "harmlose" BVB-Vorstellung kritisiert, sah Trainer Lucien Favre eine "nicht schlechte" Leistung.

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Der Traum vom ersten Champions-League-Triumph seit 1997 hat für den BVB erneut ein jähes Ende gefunden: Wie schon im Vorjahr ist für Borussia Dortmund im Achtelfinale der Königsklasse Endstation. Gegen Paris Saint-Germain verspielten die Dortmunder den 2:1-Vorsprung aus dem famosen Hinspiel und verloren beim französischen Meister wegen des grassierenden Coronavirus leeren Prinzenpark mit 0:2. Der BVB ließ vor allem an Aggressivität vermissen. "Wir waren einfach zu harmlos", kritisierte Sportdirektor Michael Zorc bei Sky. Dennoch sahen nicht alle Dortmund-Verantwortlichen die schmerzhafte Niederlage negativ.

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BVB-Trainer Lucien Favre mahnte nach Abpfiff davor zu "übertreiben": "Am Anfang war es schwer, dann wurde es besser. Es war nichts schlecht, auch die zweite Halbzeit nicht", meinte der Coach. PSG war in der 28. Minute durch einen Kopfballtreffer von Neymar in Führung gegangen. Juan Bernat legte vor der Halbzeit noch das 2:0 nach. "Wir bekommen zwei unnötige Tore", kritisierte der Schweizer.

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Zorc über BVB-Aus im Geisterspiel: "Es ging mir zu einfach"

Für Mats Hummels lässt sich das erneut frühe Ausscheiden in der Champions League "schwer fassen". "Wir haben es nicht geschafft, genug Druck auf das Tor zu entwickeln. Wir hatten nicht genug zwingende Torchancen", sagte der Ex-Nationalspieler und und monierte "leichte Ballverluste und Stockfehler ohne gegnerischen Druck". Trotzdem fand Hummels "alles nicht so schlecht": "Wir haben es einfach nicht geschafft, den berühmten letzten Ball zu spielen", sagte Hummels. Favre gab ihm recht: "Die letzte Entscheidung hat gefehlt, der letzte und vorletzte Pass."

Sportdirektor Michael Zorc erkannte dagegen nicht viel Positives im BVB-Spiel: "Wir waren zu fehlerbehaftet. Es ging mir zu einfach. PSG musste sich nicht anstregen, die Tore gegen uns zu erzielen", kritisierte Zorc. "Wir waren nicht gut genug heute. Auf dem Platz war es zu wenig. Bei mir ist die Enttäuschung groß, dass wir die Chance nicht wahrgenommen haben."

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Der von den Behörden wegen der Ausbreitung des Coronavirus angeordnete Zuschauerausschluss für das Prinzenpark-Stadion habe dagegen kaum Auswirkungen auf das BVB-Aus gehabt, waren sich Favre und Hummels einig. So sei die Atmosphäre laut Hummels zwar "sehr merkwürdig gewesen", aber: "Es ist für keine Mannschaften ein Vor- oder Nachteil sondern für beide Mannschaften gleich." Favre sagte: "Es fehlt natürlich etwas. Wir haben verloren, aber wir müssen nicht übertreiben."

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