09. Dezember 2019 / 14:11 Uhr

BVB-Trainer Lucien Favre vor Champions-League-Spiel empört: "Niemand redet von Slavia Prag"

BVB-Trainer Lucien Favre vor Champions-League-Spiel empört: "Niemand redet von Slavia Prag"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Trainer Lucien Favre fordert energisch Respekt für Champions-League-Gegner Slavia Prag ein.
BVB-Trainer Lucien Favre fordert energisch Respekt für Champions-League-Gegner Slavia Prag ein. © imago images/Kirchner-Media/Neundorf
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Für Borussia Dortmund geht es am Dienstag in der Champions League gegen Slavia Prag um den Einzug ins Achtelfinale. BVB-Trainer Lucien Favre ärgerte sich bei der Pressekonferenz darüber, dass Prag in der Öffentlichkeit zu schlecht wegkommt - und fand deutliche Worte.

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In der Champions-League-Gruppe von Borussia Dortmund ist Slavia Prag neben dem FC Barcelona und Inter Mailand das vermeintliche Leichtgewicht. Doch die Tschechen, auf die der BVB am Dienstag (21 Uhr, DAZN) zum Ausklang der Gruppenphase trifft, kommen nach dem Geschmack von Dortmunds Trainer Lucien Favre in der öffentlichen Wahrnehmung zu schlecht weg. "Alle sprechen von Barcelona und Inter, aber niemand von Slavia", echauffierte sich der Schweizer bei der Pressekonferenz vor dem Showdown im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale.

Favre machte deutlich, dass er Slavia überaus ernst nehme und auf dem Weg zum ersehnten Weiterkommen keineswegs von einem Selbstläufer ausgeht. "Dieser Gegner hat in Mailand 1:1 und in Barcelona 0:0 gespielt", wies der BVB-Coach auf die Achtungserfolge der Prager in fremden Stadien hin. "Sie hatten bei Inter vier klare Torchancen. Nach 70 Minuten ging ein Slavia-Spieler allein auf den Torwart zu und hat das 2:1 verpasst", erinnerte sich Favre an seine Eindrücke aus dem Slavia-Duell in Mailand. Aber der 62-Jährige war mit seinem Plädoyer für den Kontrahenten noch immer nicht fertig: "Das ist eine sehr gute Mannschaft, die unglaublich viel läuft. 132 Kilometer pro Spiel - das ist, glaube ich, fast Weltrekord."

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BVB-Torwart Roman Bürki: Aussprache nach dem Paderborn-Spiel

Allerdings haben die Dortmunder mit den beiden Siegen in der Bundesliga bei Hertha BSC (2:1) und gegen Fortuna Düsseldorf (5:0) einen deutlichen Aufwärtstrend bewiesen. BVB-Torwart Roman Bürki ließ durchblicken, dass es nach dem peinlichen 3:3 gegen den SC Paderborn eine teaminterne Sitzung gegeben habe, die offenbar Früchte trug. "Ich fand es gut, dass wir alle mal gesprochen haben, weil wir uns die Meinung gesagt haben. Alle wussten, dass es nicht persönlich gemeint ist. Aber Spieler, die vorher Schwierigkeiten hatten, ihre Leistung zu bringen, sind danach eindrücklich zurückgekommen", betonte der Keeper aus der Schweiz.

Und an die jüngsten Erfolgserlebnisse wollen die Borussen auch gegen Slavia Prag anknüpfen. Vor dem Gruppenfinale liegt der BVB aber punktgleich mit Inter Mailand auf Rang drei, der den "Abstieg" ins Sechzehntelfinale der Europa League bedeuten würde. Denn das direkte Duell mit den Italienern hat Dortmund durch die schwache 0:2-Niederlage in Mailand und den allerdings furios herausgespielten 3:2-Erfolg im Rückspiel verloren. "Es ist noch alles möglich", weiß Favre: "Wir können uns auch mit einem Unentschieden qualifizieren. Aber das liegt an Barcelona und Inter." Denn nur wenn der BVB mehr Punkte holt als die Mailänder im zeitgleichen Auftritt in Katalonien, überwintern die Schwarz-Gelben in der Königsklasse.

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Dortmund ohne Axel Witsel gegen Slavia Prag

Beim Kampf um das Achtelfinal-Ticket müssen die Dortmunder neben Marcel Schmelzer und Thomas Delaney (Bänderriss) allerdings auch auf Mittelfeld-Stratege Axel Witsel verzichten. Der Belgier hat sich bei einem Sturz daheim eine Gesichtsverletzung zugezogen, die bereits operiert wurde, und fällt für den Rest der Hinrunde aus. "Wir konnten nicht sofort mit ihm reden, denn er war im Krankenhaus auf der Intensivstation", verdeutlichte Favre. Ob der angeschlagene Jacob Bruun Larsen es in den Kader schafft, entscheidet sich kurzfristig.

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