02. Februar 2021 / 23:26 Uhr

Last-Minute-Elfmeter, VAR-Wirbel, Verlängerung: BVB zittert sich gegen Paderborn weiter

Last-Minute-Elfmeter, VAR-Wirbel, Verlängerung: BVB zittert sich gegen Paderborn weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erleichterung beim BVB: Erling Haaland und Emre Can freuen sich über den entscheidenden Treffer in der Verlängerung.
Erleichterung beim BVB: Erling Haaland und Emre Can freuen sich über den entscheidenden Treffer in der Verlängerung. © 2021 Getty Images
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Borussia Dortmund steht nach einem 3:2-Erfolg gegen den SC Paderborn im Viertelfinale des DFB-Pokals. In der ersten Halbzeit sorgte der BVB für scheinbar klare Verhältnisse, doch es wurde noch einmal knapp. Auf eine turbulente Schlussphase folgte die Verlängerung, in der Erling Haaland für Dortmunds Erlösung sorgte.

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Was für ein Drama! Borussia Dortmund hat sich die durchwachsene Bundesliga-Saison auch im DFB-Pokal anmerken lassen und musste in einem turbulenten Achtelfinal-Spiel gegen den SC Paderborn nach chaotischen Schlussminuten der regulären Spielzeit in die Verlängerung. Dort setzte sich die Mannschaft von Trainer Edin Terzic am Dienstagabend mit 3:2 (2:2, 2:0) durch. Dank der Tore von Emre Can (6. Minute), der den verletzten Mats Hummels in der defensiven Zentrale ersetzte, Jadon Sancho (16.) und Erling Haaland (95.) steht der BVB im Viertelfinale - erstmals seit drei Jahren. Für die Gäste trafen Julian Justvan (77.) und Prince Osei Owusu per Foulelfmeter (90.+7).

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Die Terzic-Elf hatte mit zwei frühen Toren eigentlich die Weichen auf einen souveränen Sieg gestellt. Nach einer Ecke konnten die Gäste den Ball nicht entscheidend klären, Torjäger Erling Haaland brachte den Ball artistisch erneut vor das Tor. Nach einem undurchsichtigen Gestocher schoss Can ein, SCP-Keeper Leopold Zingerle war chancenlos. Der BVB blieb anschließend dran und belohnte sich mit dem 2:0. Sancho profitierte nach einem schnellen Gegenstoß von einem Haaland-Zuspiel, das der Flügelspieler souverän einschob.

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Dann aber verpassten es die Dortmunder, vor der Halbzeitpause für die Vorentscheidung zu sorgen. Stattdessen drehte der Außenseiter in der turbulenten Partie auf, obwohl die Gäste nach der Verletzung von Offensivspieler Sven Michel personell geschwächt wurden. Im zweiten Durchgang ließen es beide Mannschaften zunächst ruhiger angehen. Die Dortmunder konzentrierten sich auf einige, wenige Offensivaktionen. Das bestrafte der SCP rund zehn Minuten vor dem Ende. Dank der Mithilfe von Felix Passlack kam Justvan an den Ball, der zentral abschloss. Da Can seinem Keeper Marwin Hitz im Weg stand, konnte dieser den Treffer nicht verhindern.



Verlängerung nach Elfmeter in letzter Sekunde

Richtig turbulent wurde es dann, als die Partie quasi schon abgepfiffen war. Mit der letzten Aktion brachte Passlack, der zum Pechvogel avancierte, seinen Gegenspieler Sebastian Schonlau zu Fall. Doch zunächst ließ Schiedsrichter Tobias Stieler weiterlaufen. Im Gegenzug schoss Haaland zum vermeintlichen 3:1 ein. Doch die Szene im BVB-Strafraum wurde lange überprüft - und nach Ansicht der Videobilder entschied Stieler auf Foul vom Dortmunder am Paderborner Kapitän, womit auch Haalands Treffer zurückgenommen wurde. Für den Außenseiter trat der wenige Minuten zuvor in die Partie gekommene Owusu vom Punkt an und ließ Hitz keine Chance.

Haaland hatte aber mit seinem Torriecher noch einen Treffer auf Lager. Nach einem Steilpass von Thomas Delaney startete der 20 Jahre alte Norweger allein in Richtung Zingerle durch und versenkte eiskalt. Doch auch diese Aktion hatte ein VAR-Nachspiel: Sechs Minuten lang wurde eine mögliche Abseitsstellung Haalands untersucht - letztlich zählte der Siegtreffer, auch wenn die Paderborner angeführt von Coach Steffen Baumgart die Entscheidung vehement beklagten. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung rettete der BVB das Ergebnis über die Zeit. Kurz vor dem Ende musste Sancho verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam der von Coach Terzic geschonte Kapitän Marco Reus in die Partie.

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