09. Januar 2021 / 13:00 Uhr

Dortmund-Profi Manuel Akanji: So hat Interimscoach Edin Terzic den BVB zurück in die Spur gebracht

Dortmund-Profi Manuel Akanji: So hat Interimscoach Edin Terzic den BVB zurück in die Spur gebracht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Akanji hat seinen Trainer Edin Terzic und dessen Arbeit beim BVB gelobt.
Manuel Akanji hat seinen Trainer Edin Terzic und dessen Arbeit beim BVB gelobt. © imago/Poolfoto/Kirchner-Media/Montage
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Das Bundesliga-Topspiel bei RB Leipzig ist das fünfte Pflichtspiel für Borussia Dortmund seit der Amtsübernahme von Edin Terzic. Vor der Partie hat BVB-Verteidiger Manuel Akanji eine Zwischenbilanz gezogen und verraten, warum Terzic der Mannschaft direkt weiterhelfen konnte.

Nach zweieinhalb Jahren war es im Dezember vorbei für Lucien Favre bei Borussia Dortmund. Nach zuvor bereits schwierigen Wochen setzte eine 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart letztendlich den Schlusspunkt seiner Amtszeit. Bis Saisonende übernahm Edin Terzic als Interimstrainer und startete zumindest vernünftig: In den ersten vier Bundesliga-Spielen gewann der BVB drei Mal, verlor allerdings auch gegen Union Berlin. "Wir sind unter Edin Terzic insgesamt auf einem guten Weg", befand nun BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji im Sport1-Interview.

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Der 25 Jahre alte Schweizer macht dafür unter anderem Terzics Erfahrung als Co-Trainer unter Favre verantwortlich: "Er war ja schon über zwei Jahre bei der Mannschaft und weiß ganz genau, wie wir ticken", erklärte Akanji. Wurde Favre oftmals noch für seine fehlende Emotion kritisiert, hat Terzic auch dies laut Akankji zurückgebracht: "Außerdem ist er ein emotionaler Typ mit einem großen taktischen Verständnis. Das hilft ihm", so Akanji.

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Akanji: Trennung von Favre kam nicht zu spät

Allerdings findet der Verteidiger nicht, dass sich die Verantwortlichen in Dortmund zu spät für eine Trennung von Favre entschieden haben: "Das glaube ich nicht. Er hat hervorragende Arbeit abgeliefert. Wir sind zwei Mal unter ihm Zweiter geworden", lobte Akanji auch den ehemaligen Trainer.

Insgesamt wehrt sich der Schweizer Nationalspieler gegen den Eindruck einer bisher schlechten Dortmunder Saison: "Läuft denn wirklich so viel falsch?", fragte er. "Bis zum Köln-Spiel (Ende November, Anm. d. Red.) lief eigentlich sogar recht viel gut. Uns wurde ein Reifeprozess attestiert, wir schienen stabiler", erklärte Akanji. Das Spiel habe die Dortmunder ein wenig aus dem Konzept gebracht – unter anderem wegen der Verletzung von Erling Haaland: "Wir haben seinen Ausfall brutal gemerkt."

Auch in der Abwehr habe man sich nicht gut angestellt: "Insgesamt haben wir auch dumme Gegentore in der Defensive kassiert. Das Stuttgart-Spiel war letztlich entscheidend", sagte er und befand: "Stuttgart war wie ein Systemausfall unsererseits." Durch den Trainerwechsel danach habe die Mannschaft nun aber "neuen Input gekriegt". Am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) wartet auf Akanji und Co. nun die erste richtige Bewährungsprobe der Terzic-Amtszeit: Im Top-Spiel gegen RB Leipzig könnte man mit einem Sieg Boden auf die Tabellenspitze gut machen – oder aber mit einer Niederlage weiter abreißen lassen.