17. Oktober 2020 / 07:07 Uhr

BVB-Boss Watzke warnt vor neuer Corona-Zwangspause: "Dann könnten bei manch einem die Lichter ausgehen"

BVB-Boss Watzke warnt vor neuer Corona-Zwangspause: "Dann könnten bei manch einem die Lichter ausgehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke blickt mit Furcht auf eine neue Unterbrechung der Bundesliga.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke blickt mit Furcht auf eine neue Unterbrechung der Bundesliga. © 2020 Getty Images (Montage)
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Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen wieder und auch der Fußball muss sich Sorgen machen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat nun vor einer neuerlichen Zwangspause in der Bundesliga gewarnt. Dann befürchtet er nämlich, dass mehrere Klubs insolvent gehen könnten.

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Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen rasant. Auch der Fußball muss sich angesichts dieser beunruhigenden Entwicklung sorgen machen. Nachdem durch ein Test-Konzept an den ersten Spieltagen der Bundesliga endlich wieder Zuschauer in den Stadien dabei sein konnten, droht nun eine neue Welle von Geisterspielen in den Top-Ligen. Auch den Verantwortlichen bleibt das nicht verborgen: "Es ist klar, dass das wirtschaftlich nicht mehr ewig gut gehen kann", sagte Geschäftsführer Hans Joachim-Watzke von Borussia Dortmund nun in der Bild. Zwar glaube er, "dass wir diese Saison hinbekommen", so Watzke. Allerdings schränkte er ein: "Zumindest der große Teil der Vereine, wenn es denn keine Unterbrechungen mehr gibt."

Angesichts der aktuellen Entwicklungen scheint es keineswegs mehr sicher, dass die Saison unterbrechungsfrei über die Bühne gehen kann – auch wenn die Verantwortlichen alles dafür tun werden. Andernfalls drohen wohl langfristige Schäden für den Fußball: "Sollte es noch mal eine große Unterbrechung geben, dann könnten bei manch einem die Lichter ausgehen", warnte Watzke mit Blick auf die Profi-Klubs.

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Preetz stellt klar: "Existenzielle Probleme für alle" bei Saison-Abbruch

Watzke ist in seiner Einschätzung nicht alleine. Hertha-Manager Michael Preetz machte ebenfalls in der Bild klar: "Das wissen wir alle: Wenn die Saison nicht zu Ende gespielt werden könnte, wären das für alle existenzielle Probleme." Und auch Kollege Fernando Carro, Vorsitzender Geschäftsführung bei Bayer Leverkusen, bilanzierte: "Natürlich tut uns die Entwicklung der letzten Wochen und Monate wirtschaftlich sehr weh."

Schon aktuell machen viele Klubs Verluste, weil Zuschauer- und Vermarktungseinnahmen in der vergangenen Saison während der Zwangspause in den Ligen und den Geisterspielen danach weggefallen sind. Auch mit den bis zu 20 Prozent gefüllten Stadien aktuell schöpfen die Vereine nicht ihre vollen Einnahmen von vor der Corona-Krise aus. Die derzeitige Entwicklung macht nicht gerade Hoffnung, dass die Stadien bald komplett gefüllt sein könnten. Finanz-Boss Michael Voigt von Zweitligist Erzgebirge Aue warnte daher nun ebenso wie seine Kollegen aus der Bundesliga: Aktuell seien die Verluste zwar noch durch Spar-Maßnahmen gedeckt – aber: "Wenn das Stadion auch in der Rückrunde leer bleibt, müssen wir neu rechnen."