28. Oktober 2020 / 10:29 Uhr

Bericht: BVB-Verlängerung mit Favre unwahrscheinlich – Nagelsmann und Rose wohl Nachfolge-Kandidaten

Bericht: BVB-Verlängerung mit Favre unwahrscheinlich – Nagelsmann und Rose wohl Nachfolge-Kandidaten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Zukunft von Lucien Favre beim BVB ist ungewiss – Julian Nagelsmann und Marco Rose werden wohl als Nachfolger diskutiert. 
Die Zukunft von Lucien Favre beim BVB ist ungewiss – Julian Nagelsmann und Marco Rose werden wohl als Nachfolger diskutiert.  © Getty Images/imago images/Team 2 (Montage)
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Der Vertrag von Trainer Lucien Favre läuft am Saisonende aus. Statt einer Verlängerung beschäftigt sich der BVB aktuell aber laut "Sport Bild" schon mit möglichen Nachfolgern. Und dabei sollen unter anderem Leipzigs Julian Nagelsmann und Gladbachs Marco Rose auf der Liste stehen.

Wer sitzt in der kommenden Saison bei Borussia Dortmund auf der Trainer-Bank? Da der Vertrag von Lucien Favre zum Saison-Ende ausläuft, drängt sich diese Frage allmählich auf. Wie die Sport Bild berichtet, ist eine Verlängerung mit dem 62 Jahre alten Schweizer aktuell unwahrscheinlich. Im Hintergrund würden beim Vize-Meister sogar schon Kandidaten für eine Nachfolge von Favre diskutiert. Und dabei seien vor allem zwei Trainer von Bundesliga-Konkurrenten im Gespräch: Einerseits Marco Rose, der Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Saison erstmals seit der Saison 2016/17 wieder in die Champions League geführt hat. Andererseits Julian Nagelsmann, der RB Leipzig zu einem ernsthaften Konkurrenten im Rennen um die Meisterschaft geformt und mit den Sachsen in der vergangenen Saison sensationell das Champions-League-Halbfinale erreicht hat.

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Auch Salzburg-Trainer Marsch soll Kandidat für die Favre-Nachfolge sein

Ein dritter Kandidat soll sich zudem bei Red Bull Salzburg finden: Dessen US-amerikanischer Coach Jesse Marsch war in der Saison 2018/19 unter Ralf Rangnick Co-Trainer bei RB Leipzig. In dieser Saison schaffte er mit Salzburg erstmals in der Klub-Historie die Qualifikation für die Champions League. Nun sollen ihn die BVB-Verantwortlichen als Option für den Trainer-Posten in Dortmund ausgemacht haben. Alle drei Trainer – Rose, Nagelsmann und Marsch – stehen übrigens für eine klare Spielweise: Sie lassen dynamischen Offensiv-Fußball spielen.

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Favre indes hat in Dortmund schon länger einen schweren Stand. Obwohl er mit einem Schnitt von über zwei Punkten pro Spiel auf dem Blatt zu den besten Trainern in der Geschichte der Westfalen gehört, hat er mit dem BVB noch keinen großen Titel geholt. Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2018 stand er schon öfter in der Kritik. Zuletzt positionierten sich die BVB-Bosse Michael Zorc und Sebastian Kehl deutlich pro Roman Bürki, während Favre auf der Torwart-Position einen offenen Konkurrenzkampf zwischen Bürki und Marwin Hitz ankündigte.

Nagelsmann, Rose und Marsch stecken allesamt in langfristigen Verträgen

Sollten sich die Dortmunder Verantwortlichen aber tatsächlich gegen eine Verlängerung mit Favre entscheiden, ist keinesfalls garantiert, dass die drei Wunsch-Kandidaten verfügbar wären. Roses Vertrag in Gladbach läuft noch bis Sommer 2022, Nagelsmanns Arbeitspapier in Leipzig sogar bis 2023. Die Vereine der beiden würden ihre Trainer – wenn überhaupt – kaum ohne finanzielle Entschädigung zu einem direkten Konkurrenten ziehen lassen. RB-Boss Oliver Mintzlaff sprach sogar im SportBild-Interview davon, dass Nagelsmann "unverkäuflich" sei. Marschs Vertrag in Salzburg läuft ebenfalls bis Sommer 2022 - und der Verein hat in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass man ihn ungern ziehen lassen würde: "Jesse hat einen längerfristigen Vertrag, die Entscheidung liegt ganz klar bei uns" sagte Sportdirektor Christoph Freund im Juni.