06. Juli 2022 / 19:58 Uhr

Sebastien Haller unter Druck: Das sind die BVB-Torquoten von Lewandowski, Haaland und Co.

Sebastien Haller unter Druck: Das sind die BVB-Torquoten von Lewandowski, Haaland und Co.

Henri Lohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Borussia Dortmund tritt Sebastien Haller (l.) in die Fußstapfen von Robert Lewandowski (Mitte) und Erling Haaland (r.).
Bei Borussia Dortmund tritt Sebastien Haller (l.) in die Fußstapfen von Robert Lewandowski (Mitte) und Erling Haaland (r.). © IMAGO/ANP, Jan Huebner, Laci Perenyi (Montage)
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Mit dem abgeschlossenen Transfer von Sebastien Haller hat Borussia Dortmund die Lücke im Angriff nach dem Weggang von Torjäger Erling Haaland zu Manchester City geschlossen. Der SPORTBUZZER beleuchtet die Erwartungen an den Ex-Frankfurter und die Torquoten seiner Vorgänger im BVB-Sturm.

Nach dem Abgang von Top-Stürmer Erling Haaland zu Manchester City war Borussia Dortmund auf der Suche nach einem neuen Mittelstürmer. Mit Sebastian Haller, der für kolportierte 31 Millionen Euro von Ajax Amsterdam kommt, hat der BVB diesen nun gefunden. Zumindest bei seiner letzten Station in den Niederlanden überzeugte Haller mit einer brillanten Torquote. Doch wie war die Trefferquote seiner Vorgänger beim BVB seit Robert Lewandowski? Was ist der Anspruch an den neuen "Neuner" der Westfalen? Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), wirft einen Blick auf Hallers Rolle und die Torquoten seiner Vorgänger im BVB-Angriff.

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Sebastien Haller

Die von Haaland hinterlassene Lücke zu füllen, wird die große Aufgabe von BVB-Zugang Haller. Der Stürmer kommt vom niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam, wo er sich zuletzt mit starken Leistungen für eine Bundesliga-Rückkehr empfohlen hatte. Doch kann der Ex-Frankfurter einen Spieler wie Haaland eins zu eins ersetzen?

Bei seinem ersten Klub außerhalb seines Geburtslandes Frankreich, dem niederländischen Erstligisten FC Utrecht (2015 bis 2017), knipste Haller im Schnitt 0,52-mal pro Partie. Auch bei seiner nächsten Station Eintracht Frankfurt (2017 bis 2019) verzeichnete er eine gute Torquote von 0,43 Treffern pro Spiel. Haller hatte in der Bundesliga allerdings mit kleineren Start-Schwierigkeiten zu kämpfen: Betrachtet man lediglich seine zweite Bundesliga-Saison in Frankfurt, schaffte er es auf durchschnittlich 0,52 Tore pro Spiel.

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Der Wechsel zu West Ham United in die Premier League erwies sich für den heute 28-Jährigen, der für die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste aufläuft, nicht gerade als Volltreffer. Mit einer Quote von nur 0,26 Toren pro Partie verabschiedete er sich wieder aus England und wechselte im Januar 2021 zu Ajax Amsterdam. Zurück in den Niederlanden schnellte der Wert von Haller wieder in die Höhe. Durchschnittlich 0,72-mal traf er für den niederländischen Rekordmeister pro Partie. Insbesondere in der Champions League überzeugte er mit elf Treffern in nur acht Spielen. Diesen Wert zu halten oder zumindest ähnlich gute Zahlen zu erreichen, wird nun sein Ziel in Dortmund sein.

Robert Lewandowski (0,55 Treffer pro Partie)

Im Sommer 2010 verpflichtete Borussia Dortmund den Polen Robert Lewandowski von Lech Posen – nach kurzer Anlaufphase überzeugte der Stürmer. In insgesamt 187 Spielen für den BVB traf "Lewa" 103 Mal, legte 42 weitere Treffer vor, ehe es ihn 2014 nach Vertragsende ablösefrei zum FC Bayern München zog. Seitdem entwickelte sich der 132-malige polnische Nationalspieler immer weiter. Während seiner Zeit in Dortmund traf Lewandowski im Schnitt 0,55-Mal pro Partie. In den vergangenen beiden Jahren wurde der Pole FIFA-Weltfußballer – Ausdruck des konstant hohen Niveaus, das Lewandowski seit Jahren verkörpert. In seiner Bayern-Zeit liegt seine Quote wettbewerbsübergreifend bei sagenhaften 0,92 Toren pro Spiel.

Pierre-Emerick Aubameyang (0,67 Treffer pro Partie)

Noch während Lewandowski für den BVB auf Torejagd ging, holte man seinen späteren Nachfolger, der ursprünglich jedoch für die Außenpositionen vorgesehen war. Der Gabuner Pierre-Emerick Aubameyang kam im Sommer 2013 nach Dortmund. 212-mal lief er im Dress der "Schwarz-Gelben" auf, dabei gelangen ihm 141 Tore und 36 Vorlagen. In Dortmund hielt "Auba" eine Torquote von 0,67 Treffern pro Partie, bevor er Ende Januar 2018 in die Premier League zum FC Arsenal wechselte.

Adrian Ramos (0,24 Treffer pro Partie)

Ein etwas unbekannterer Name in der jüngeren Vergangenheit der BVB-Mittelstürmer ist Adrian Ramos. Der Kolumbianer wechselte im Sommer 2014 von Hertha BSC ins Ruhrgebiet und blieb dem BVB bis zum Januar 2017 treu. In insgesamt 79 Spielen für die Dortmunder traf er 19-mal, neun weitere Treffer bereitete er vor. Seine Torquote für Dortmund: 0,24 Treffer pro Partie.

Ciro Immobile (0,29 Treffer pro Partie)

Um den Abgang von Star-Stürmer Lewandowski im Sommer 2014 zu kompensieren, verpflichtete Borussia Dortmund den italienischen Stürmer Ciro Immobile. Dieser entpuppte sich jedoch als Bundesliga-Flop und verließ Deutschland nach nur einer Saison in Schwarz-Gelb wieder. Lediglich zehn Treffer und drei Vorlagen in wettbewerbsübergreifend 34 Spielen trug Immobile, der zum FC Sevilla und später zu Lazio Rom weiterzog, bei. Dies entspricht einer Torquote von im Schnitt 0,29 Treffern pro Partie.

Michy Batsuayi (0,64 Treffer pro Partie)

Unmittelbar nach dem Aubameyang-Abgang holte Borussia Dortmund Michy Batshuayi per Leihe vom FC Chelsea. Der Belgier ging nur ein halbes Jahr für den BVB auf Torejagd, kam allerdings in 14 Spielen auf neun Tore und eine Vorlage. Bemühungen der Dortmund-Bosse, den Stürmer nach seiner Leihe fest zu verpflichten, scheiterten an den Ablöseforderungen der "Blues". Seine BVB-Quote: 0,64 Tore pro Partie im Schnitt.

Paco Alcácer (0,55 Treffer pro Partie)

Nachdem Bemühungen, Batshuayi fest zu verpflichten, gescheitert waren, holte der BVB stattdessen den Spanier Paco Alcácer im Sommer 2018 zunächst auf Leihbasis vom FC Barcelona. Der Stürmer erzielte in seiner ersten Saison 19 Liga-Treffer für Dortmund. Die Borussia zog die vereinbarte Kaufoption und band den 19-maligen spanischen Nationalspieler langfristig an sich. Ein halbes Jahr später verließ dieser den BVB allerdings wieder, nachdem die Verpflichtung des damaligen Top-Talents Erling Haaland bekanntgegeben wurde. Dennoch: 26 Treffer und vier Vorlagen in 47 BVB-Spielen und damit eine Quote von 0,55 Toren pro Partie können sich sehen lassen.

Erling Haaland (0,95 Treffer pro Partie)

Kein Stürmer in der Geschichte von Borussia Dortmund weist eine so starke Torquote auf wie der Norweger Haaland. Von seinem Wechsel in die Bundesliga im Januar 2020 bis zu seinem Abgang in Richtung Premier League zu Manchester City in diesem Sommer lief die "Naturgewalt" 87-mal für den BVB auf. Dabei gelangen ihm 83 Treffer und 19 Vorlagen. Das entspricht einer Trefferquote von 0,95 Toren pro Partie.

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