16. Dezember 2020 / 17:21 Uhr

Nach Klopp, Tuchel und Co.: Auch Edin Terzic startet als BVB-Trainer mit Bundesliga-Sieg

Nach Klopp, Tuchel und Co.: Auch Edin Terzic startet als BVB-Trainer mit Bundesliga-Sieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Edin Terzic ist so in sein Amt gestartet, wie die Vorgänger Klopp und Tuchel.
Edin Terzic ist so in sein Amt gestartet, wie die Vorgänger Klopp und Tuchel. © Getty Images/imago images/Nordphoto (Montage)
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Mit dem 2:1 bei Werder Bremen hat Edin Terzic am Dienstag eine bärenstarke Serie von Trainer-Debütanten bei Borussia Dortmund fortgesetzt. Der SPORTBUZZER-Check zeigt: Diese reicht zurück bis in die Zeiten von Jürgen Klopp und Thomas Tuchel.

Bei Borussia Dortmund war die Erleichterung am Dienstag groß: Mit dem 2:1 bei Werder Bremen hat die Mannschaft die vom neuen Trainer Edin Terzic geforderte Reaktion auf die 1:5-Pleite gegen den VfB Stuttgart und die Trennung von Ex-Coach Lucien Favre gezeigt. Damit hat Terzic eine kuriose Serie von Dortmunder Trainern fortgesetzt: Seit der Amtsübernahme von Jürgen Klopp zur Saison 2008/2009 hat jeder BVB-Trainer sein erstes Bundesliga-Spiel mit den Schwarzgelben gewonnen. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über den Start der Vorgänger von Terzic seit 2008.

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Jürgen Klopp (1.7.2008 bis 30.6.2015)

62 Gegentore und Platz 13 - Klopp übernahm von seinem glücklosen Vorgänger Thomas Doll drei Jahre nach der Beinahe-Insolvenz des BVB kein einfaches Erbe. Doch der ehemalige Mainzer und heutige Coach des englischen Meisters FC Liverpool brachte die Dortmunder schnell auf Kurs. Sein erstes Bundesliga-Spiel auf der Bank der Schwarzgelben gewann Klopp mit 3:2 bei Bayer Leverkusen. Für Dortmund trafen Nelson Valdez, Florian Kringe und Neven Subotic. 2011 führte Klopp den BVB zum ersten Meistertitel nach neun Jahren, 2012 legte er erstmals in der Klubgeschichte das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal nach. 2015 war Schluss - darauf verständigten sich der Trainer und der Verein drei Jahre vor Vertragsende.

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Thomas Tuchel (1.7.2015 bis 30.5.2017)

Wieder schnappte sich der BVB einen ehemaligen Mainzer-Trainer - wieder ging die Rechnung auf, zumindest sportlich. Beim 4:0-Auftaktsieg gegen Borussia Mönchengladbach (BVB-Tore: Marco Reus, Pierre-Emerick Aubameyang und zweimal Hendrikh Mkhitaryan) war Tuchels Team, das im Vergleich zur Klopp-Ära zunächst nur auf wenigen Positionen verändert worden war, hochüberlegen. In Tuchels zweitem Jahr vollzog der Verein einen personellen Umbruch. Dennoch holte der Coach mit dem DFB-Pokal 2017 den ersten Titel seit fünf Jahren nach Dortmund - und musste am Saisonende dennoch gehen. Zu stark waren die Differenzen zwischen dem heutigen Coach von Paris Saint-Germain und der Vereinsführung, die sich durch die unterschiedlichen Ansichten im Umgang mit dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus im April 2017 noch einmal verschärften.

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Peter Bosz (1.7.2017 bis 9.12.2017)

Der von Ajax Amsterdam verpflichtete Niederländer Bosz stieg mit einem 3:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg, bei dem Christian Pulisic, Marc Bartra und Aubameyang trafen, als BVB-Coach ein. Doch der defensiv luftige Ansatz von Bosz verkehrte sich nach einem Raketenstart mit 19 Punkten aus sieben Partien schnell ins Gegenteil. Im Dezember war Bosz nach einer 1:2-Heimpleite gegen Werder in Dortmund wieder Geschichte.

Peter Stöger (10.12.2017 bis 30.6.2018)

Der erst wenige Tage zuvor beim 1. FC Köln entlassene Österreicher erhielt den Auftrag, das in Unordnung geratene BVB-Gebilde zu stabilisieren. Das gelang mit einem 2:0-Erfolg beim FSV Mainz 05 nur zwei Tage nach seinem Amtsantritt - und mit der geforderten Qualifikation für die Champions League am Saisonende. Weil die Spielweise des Dortmunder Ensemble unter Stöger aber selten ansehnlich war und er ohnehin nur mit einem Vertrag bis zum Ende der Spielzeit ausgestattet worden war, trennten sich die Wege nach der 1:3-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim zum Saisonausklang wieder.

Lucien Favre (BVB-Trainer von 1.7.2018 bis 13.12.2020)

Der Schweizer nahm im Sommer 2018 die komplizierte Aufgabe an, Stabilität in eine personell stark veränderte Mannschaft zu bekommen. Und Favre brachte die Elf schnell auf Kurs. Am ersten Bundesliga-Spieltag feierte die Borussia einen deutlichen 4:1-Erfolg gegen RB Leipzig. Mahmoud Dahoud, Axel Witsel und Marco Reus waren die Dortmunder Torschützen, bei einem Eigentor des Leipzigers Marcel Sabitzer. Im Dezember 2020 musste Favre, der mit dem BVB zweimal Vizemeister wurde, nach einer 1:5-Klatsche gegen Aufsteiger VfB Stuttgart gehen und wurde von seinem Assistenten Edin Terzic beerbt.