02. Mai 2022 / 18:01 Uhr

"Keineswegs das wirtschaftlich beste Angebot": Kehl ordnet Schlotterbeck-Transfer zum BVB ein

"Keineswegs das wirtschaftlich beste Angebot": Kehl ordnet Schlotterbeck-Transfer zum BVB ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nico Schlotterbeck (l.) spielt ab Sommer für Borussia Dortmund.
Nico Schlotterbeck (l.) spielt ab Sommer für Borussia Dortmund. © IMAGO/Jan Huebner/Revierfoto (Montage)
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Mit dem Transfer von Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg hat Borussia Dortmund den Umbau seiner Innenverteidigung wohl abgeschlossen. Wie der künftige BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte, hat sich der Abwehrspieler bei seiner Entscheidung aber "keineswegs das wirtschaftlich beste Angebot herausgesucht".

Die künftige Defensive von Borussia Dortmund nimmt immer mehr Konturen an. Mit Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg hat der BVB am Montag nach Niklas Süle vom FC Bayern bereits den zweiten neuen Innenverteidiger verpflichtet. Finanzielle Gründe waren bei der Entscheidung des 22 Jahre alten Abwehrspielers für Dortmund aber nicht die ausschlaggebenden, wie der künftige BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl in einer Klub-Mitteilung erläuterte. "Er hat sich unter vielen interessierten Klubs keineswegs das wirtschaftlich beste Angebot herausgesucht, sondern ganz bewusst den BVB gewählt, um sich hier sportlich weiterzuentwickeln", sagte Kehl, der im Sommer den langjährigen Sportdirektor Michael Zorc ablösen wird. Als Profi war Kehl Anfang 2002 in einem ähnlichen Alter ebenfalls aus Freiburg zu dem Revierklub gewechselt. Mit Blick auf Schlotterbeck stellte er darum fest: "Nicos Weg erinnert mich an meinen eigenen."

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Mit der Verkündung des Transfers endete am Montag das wochenlange Rätselraten um die Zukunft des Jung-Nationalspielers Schlotterbeck (zwei Länderspiele für Deutschland), der mit Freiburg aktuell um einen Champions-League-Platz kämpft und am 21. Mai im DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig in Berlin gar einen Titel mit den Breisgauern gewinnen kann. "Ich habe mich in Absprache mit allen beteiligten Parteien dazu entschieden, meinen Wechsel im Sommer 2022 zu Borussia Dortmund heute bekanntzugeben. Ich möchte damit Klarheit für den SC Freiburg, Borussia Dortmund und mich persönlich schaffen", ließ sich Schlotterbeck in dem BVB-Statement zitieren.

Schlotterbeck beim BVB künftig Partner von Süle?

Die ablösefreie Verpflichtung von Nationalspieler Niklas Süle, der sich gegen eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern München entschieden hat, hatte der BVB bereits Anfang Februar bekannt gegeben. Schlotterbeck und Süle würden bei der Borussia auf den bisherigen Abwehrchef Mats Hummels treffen. Der Kontrakt des Weltmeisters von 2014 läuft noch bis 2014. Ob dagegen Dan-Axel Zagadou (Vertrag läuft aus) und der Schweizer Manuel Akanji (angeblich Kandidat bei Manchester United) künftig das BVB-Trikot tragen werden, ist noch offen.

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Die Dortmunder galten bereits seit Wochen als Favorit für den Transfer des 22 Jahre alten Schlotterbeck, der auch beim FC Bayern ein Thema gewesen sein soll. Nach der unter dem Strich enttäuschenden Saison mit einem frühen Aus in der Champions League, der Europa League und im DFB-Pokal sowie 50 Gegentoren aus 32 Bundesliga-Spielen rechnen Beobachter beim BVB in diesem Sommer mit vielen personellen Veränderungen. Den vermeintlichen Kader-Umbau maßgeblich gestalten soll der künftige Sportdirektor Sebastian Kehl, der den im Sommer ausscheidenden Michael Zorc in dieser Funktion beerben wird.