13. Februar 2021 / 18:41 Uhr

Nach Hoffenheim-Remis: Hamann fordert Trainer-Diskussion um Terzic beim BVB - "Sehe keine Entwicklung"

Nach Hoffenheim-Remis: Hamann fordert Trainer-Diskussion um Terzic beim BVB - "Sehe keine Entwicklung"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Dietmar Hamann (kleines Bild) muss um die Zukunft von BVB-Trainer Edin Terzic gesprochen werden.
Für Dietmar Hamann (kleines Bild) muss um die Zukunft von BVB-Trainer Edin Terzic gesprochen werden. © IMAGO/Team2/MIS/Montage
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Bei Borussia Dortmund brodelt es auch nach dem Remis gegen die TSG 1899 Hoffenheim weiter. Mit nur vier Punkten aus den vergangenen fünf Partien droht der BVB, die Champions-League-Qualifikation zu verpassen. "Sky"-Experte Dietmar Hamann rät den Dortmundern deshalb, über die Zukunft von Trainer Edin Terzic nachzudenken.

Zehn Bundesliga-Spiele, vier Siege, vier Niederlagen - bei nun zwei Remis: Borussia Dortmund kommt auch unter Edin Terzic nicht in die Spur. Der bis zum Saisonende verpflichtete Nachfolger des im Dezember entlassenen Lucien Favre schaffte es bisher nicht, die Leistungen des BVB zu stabilisieren. Im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim verpassten die Dortmunder eine Woche nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg erneut einen Sieg und kamen nicht über ein 2:2 hinaus. Für Sky-Experte Dietmar Hamann ist der Neulings-Kredit von Terzic langsam aber sicher aufgebraucht: "Mich hat es gewundert, dass die Diskussion um den Trainer nicht schon letzte Woche geführt wurde. Ich sehe keine Entwicklung", so der Ex-Nationalspieler deutlich.

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Der BVB taumelt durch die Bundesliga. Im Worst-Case-Szenario könnte der Rückstand des BVB auf den letzten Champions-League-Qualifikationsrang am Ende des Spieltags sechs Punkte betragen. Die aktuelle Form der Dortmunder macht Hamann Sorgen. "Du musst sehen, ob ein Fortschritt zu erkennen ist", so der Sky-Experte. Dies müsse intern geschehen. "Ich sehe keinen. Und dann muss du dich mit dem Trainer-Gedanken beschäftigen." Ähnlich sieht es Rekordnationalspieler Lothar Matthäus: "Natürlich steht der Trainer zur Diskussion. Ich habe darüber nachgedacht und bin auf keine Lösung gekommen, aber vielleicht haben sie etwas in der Schublade", sagte der Weltmeister von 1990 bei Sky - nahm aber gleichzeitig auch das Team in die Pflicht. "Es sind irgendwann auch mal die Spieler gefordert, nicht die Trainer."

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Die Spieler selbst zeigten sich nach dem erneuten Punktverlust "sehr enttäuscht", wie Kapitän Marco Reus, der erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, nach Schlusspfiff sagte. Abwehrspieler Mats Hummels sieht den BVB aber trotz der letzten Negativ-Ergebnisse "auf dem Wege der Besserung". Er nahm dabei auch Terzic in Schutz: "All solche Sachen passieren nicht über Nacht. Ich sehe das Training und bei keinem Trainer der Welt ist es nach zwei Wochen so, dass alles klappt. Das war auch unter Jürgen Klopp auch nicht so", meinte Hummels.

Der in der Kritik stehende Terzic gab sich kämpferisch: "Wir haben versucht einiges zu verändern, dass das nicht auf Knopfdruck passiert ist klar, es ist ein Prozess", meinte der ehemalige Assistent von Ex-Trainer Favre. "Wir werden weiter daran festhalten und niemals aufgeben."