22. Dezember 2020 / 23:07 Uhr

BVB-Trainer Terzic: In Braunschweig "nicht die Sterne vom Himmel gespielt" – Update zu Hummels

BVB-Trainer Terzic: In Braunschweig "nicht die Sterne vom Himmel gespielt" – Update zu Hummels

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Edin Terzic zeigte sich nach dem Sieg des BVB in Braunschweig zufrieden.
Edin Terzic zeigte sich nach dem Sieg des BVB in Braunschweig zufrieden. © imago images/Montage
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Borussia Dortmund hat sich mit einem Sieg aus dem turbulenten Jahr 2020 verabschiedet und gegen Eintracht Braunschweig den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschafft. Nach der Partie zeigten sich Mittelfeldspieler Thomas Delaney und Trainer Edin Terzic erleichtert.

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Nach dem letzten Spiel im Kalenderjahr 2020 und dem 2:0 (1:0)-Sieg im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig hat sich Borussia Dortmund zugleich erschöpft und erleichtert gezeigt. "Wir sind alle müde, es ist insgesamt okay", sagte BVB-Mittelfeldspieler Thomas Delaney nach einem Spiel, für das der Begriff "Arbeitssieg" wohl erfunden wurde. Der Erfolg, der für die Borussia den Achtelfinal-Einzug bedeutet, tue "richtig gut", so Delaney bei Sport1. Der Däne freut sich nun auf die kurze Weihnachtspause: "Es war für alle Menschen ein hartes Jahr, auch für uns Fußballer."

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Auch Edin Terzic zog Positives aus seinem zweiten Sieg im dritten Spiel als Trainer des BVB. "Wir sind glücklich, dass wir das Jahr positiv beenden", pflichtete er Delaney bei, fand nach einer oft zähen Partie gegen den strauchelnden Zweitligisten jedoch ebenfalls Ansätze für Kritik. "Wir haben heute nicht die Sterne vom Himmel gespielt. Wir wussten vorher, dass es schwer wird." Das bewahrheitete sich; trotz des frühen 1:0 durch Mats Hummels bereits in der 12. Minute offenbarten die Dortmunder wie schon in den letzten Wochen Defizite im Spielaufbau.

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"Wir wollen viel Ballbesitz haben", sagte Terzic. "Ballbesitz an der Mittelinie macht den Gegner zwar müde, tut ihm aber nicht weh." Und im letzten Drittel ließ der BVB den nötigen Zug zum Tor vermissen. Nach der Hummels-Führung in Folge eines Standards vergaben Debütant Steffen Tigges, der an Stelle der verletzten Erling Haaland und Youssoufa Moukoko stürmte, Jude Bellingham und Julian Brandt das mögliche 2:0, das durch Jadon Sancho letztlich erst in der Nachspielzeit fiel, als die Braunschweiger bereits die Grundordnung verlassen hatten.

Terzic lobt BVB-Debütant Tigges: "Ging nicht darum, dass er ein Tor macht"

Tigges, der normalerweise Kapitän der vereinseigenen U23 ist, agierte im Abschluss insgesamt glücklos und verpasste mehrere Einschussgelegenheiten. Das wollte ihm Terzic allerdings nicht nachtragen. "Er hat ein gutes Spiel gemacht", resümierte der Coach, der dem 22-Jährigen überraschend von Beginn an das Vertrauen geschenkt und dafür unter anderem Kapitän Marco Reus auf der Bank gelassen hatte. "Es ging nicht darum, dass er ein Tor macht. Es ging darum, dass er wichtig ist für die Mannschaft. Er hat die Bälle festgemacht und verteilt." Der Lohn: Tigges spielte durch.

Anders Hummels. Der Weltmeister, der zuletzt sehr kritische Worte mit Blick auf die jüngste Ergebniskrise gefunden hatte, musste zur Pause runter. "Mats hat wieder muskuläre Probleme gehabt", bestätigte Terzic, der die neuerliche Verletzung auf das heftige Programm der letzten Wochen zurückführte. Ob der 32-Jährige indes länger ausfällt, ließ der Coach offen.