02. September 2019 / 06:53 Uhr

BVB-Sportchef Zorc kritisiert Einstellung der Mannschaft: "Äußerst bedenklich"

BVB-Sportchef Zorc kritisiert Einstellung der Mannschaft: "Äußerst bedenklich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sportdirektor Michael Zorc (kl. Foto) hat die Einstellung der Mannschaft nach der Niederlage des BVB gegen Union Berlin deutlich kritisiert.
Sportdirektor Michael Zorc (kl. Foto) hat die Einstellung der Mannschaft nach der Niederlage des BVB gegen Union Berlin deutlich kritisiert. © Getty / imago images
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Mit der Niederlage gegen Aufsteiger Union Berlin hat Borussia Dortmund einen ersten herben Rückschlag im Titelkampf kassiert. Die BVB-Profis traten gegen die Berliner kraftlos und lethargisch auf. Sehr zum Ärger von Sportdirektor Michael Zorc, der im Anschluss an die Pleite brodelte.

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Borussia Dortmund ist nach zwei Siegen zum Auftakt der Bundesliga hart auf dem Boden der Realität gelandet. Die 1:3-Niederlage bei Aufsteiger Union Berlin war für den selbsternannten Titelkandidaten eine herbe Enttäuschung - und wurde offenbar auch intern als Weckruf verstanden. Anders ist die nun von Sportdirektor Michael Zorc geäußerte scharfe Kritik an den eigenen Spielern kaum zu verstehen.

Fußball-Deutschland diskutiert nach dem dritten Bundesliga-Spieltag nicht wie nach den ersten beiden Partien über die unbestrittene Qualität des Dortmunder Kaders - sondern über dessen Einstellung. Die identifizierten sogar die Verantwortlichen des BVB als unzureichend. "Insbesondere die zweite Hälfte war schwach", sagte Zorc dem Kicker. "Und wenn dann unsere Spieler feststellen, dass die anderen den Sieg mehr wollten, dann ist das äußerst bedenklich."

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BVB-Trainer Lucien Favre: Wichtigere Dinge als Details zu klären

Zuvor hatte Neuzugang Julian Brandt, gegen Union erstmals in der Startelf, aber über weite Strecken ebenso harmlos wie seine Teamkollegen, den Finger in die Wunde gelegt. "Berlin hatte den größeren Willen", räumte der Nationalspieler ein. Der BVB trat in Köpenick erstaunlich lethargisch auf und offenbarte die alten Schwächen bei Standards - vor allem bei gegnerischen Eckbällen. Warum? Darüber rätselte auch Ex-Bayern-Star Sandro Wagner.

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"Wenn ich weiß, ich habe das Problem schon länger, dann mache ich eine Liste mit allen Spielern und eine Mann-zu-Mann-Deckung mit klarer Zuteilung", erklärte der Mittelstürmer im "Doppelpass" von Sport1. "Wenn du das hast, gibt es keine Probleme."

Doch so weit ist man beim BVB scheinbar noch nicht. Vor richtungsweisenden Wochen mit dem Champions-League-Auftakt gegen Favorit FC Barcelona und dem Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen und Ex-Trainer Peter Bosz ist man noch bei der Fehleranalyse. Fazit von Trainer Lucien Favre: "Wir haben viel zu tun - und es sind wichtigere Dinge als Details..."

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