03. April 2021 / 13:59 Uhr

BVB und Frankfurt im Kampf um die Champions League: So ist der Stand vor dem ersten Endspiel

BVB und Frankfurt im Kampf um die Champions League: So ist der Stand vor dem ersten Endspiel

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der BVB und Eintracht Frankfurt kämpfen um einen Platz in der Königsklasse.
Der BVB und Eintracht Frankfurt kämpfen um einen Platz in der Königsklasse. © IMAGO/Jan Huebner/Uwe Kraft/motivio (Montage)
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Vier Punkte Rückstand hat Borussia Dortmund auf die angepeilten Königsklassen-Plätze. Gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt brauchen die Westfalen unbedingt einen Sieg, um die Hoffnungen auf die Champions League am Leben zu halten.

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Für diejenigen, die es immer gewusst hatten, war es die endgültige Bestätigung, dass die Beziehung zwischen Borussia Dortmund und Lucien Favre zum Scheitern verurteilt sein würde. Der BVB tat sich Anfang Dezember in der Bundesliga gegen eine bis dahin wenig überzeugende Eintracht aus Frankfurt wieder mal schwer. Durch das 1:1 bekamen die schwarz-gelben Meisterambitionen den nächsten Dämpfer, obwohl der gegnerische Trainer Adi Hütter zuvor kurz vor dem Aus gestanden haben soll. Eine Woche später musste Favre nach einer 1:5-Klatsche gegen den VfB Stuttgart gehen – er wurde durch Edin Terzic ersetzt.

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An diesem Samstag (15.30 Uhr, Sky) treffen sich die Teams zum Rückspiel wieder – und die Vorzeichen haben sich gedreht. Denn die Eintracht hat an Hütter festgehalten und den Turnaround geschafft: Platz vier, vier Punkte Vorsprung auf Dortmund nach 26 Spieltagen. „Wir wollen auf Sieg spielen und die Chance nutzen, einen wichtigen Gegner auf Distanz zu halten“, sagte der Eintracht-Coach vor dem Duell um den Einzug in die Königsklasse. „Auch nach dem Spiel werden wir auf Platz vier bleiben. Der Druck liegt bei Dortmund“, so der Österreicher. Der BVB müsse in die Champions League kommen. „Wir wollen zeigen, dass wir dahin kommen können.“

BVB bleibt auch unter Terzic hinter den Erwartungen zurück

Die Ausgangslage macht deutlich: Auch nach der Favre-Entlassung haben die Dortmunder nicht so in die Spur gefunden, wie sie es sich erhofft hatten. In den elf Spielen unter Favre lag der Punkteschnitt bei 1,73 Zählern pro Partie. Seitdem Terzic übernommen hat, sind es sogar nur noch 1,6 Punkte. Zum Vergleich: Die Eintracht holte seit dem Trainerwechsel in Dortmund zehn Punkte mehr – und verlor seit dem Hinspiel überhaupt nur noch zweimal.

Immerhin waren beim BVB vor der Länderspielpause ein positiver Trend und die neuen Ansätze des Trainers immer besser zu erkennen. Terzic lässt offensiver spielen, mit mehr Zug zum Tor, mehr Leidenschaft. Doch wie unter Favre gibt es immer wieder kaum erklärbare Rückschläge wie beim 2:2 gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Köln.

Hütter will das am Samstag für sich nutzen. „Das Allerwichtigste ist, dass wir gemeinsam ein großes Ziel haben“, so der 51-Jährige. Das lautet Champions League. Rund 20 Millionen Euro garantiert die Qualifikation für die Königsklasse an Einnahmen. Geld, das in Corona-Zeiten besonderen Wert hat.

Hütter: "Wir möchten uns vorne festbeißen"

Eine Vorentscheidung, welche deutschen Vertreter neben dem FC Bayern München und RB Leipzig an den Start gehen, dürfte im April fallen. Für die Eintracht geht es nach dem Duell gegen den BVB unter anderem gegen den aktuellen Dritten VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen, die allesamt noch Hoffnungen auf einen internationalen Wettbewerb haben. „Die Vorfreude auf die herausfordernden Aufgaben überwiegt“, sagt Hütter. „Wir möchten uns vorne festbeißen. Nehmen wir einen 400-Meter-Lauf, sind wir nach 300 Metern gut dabei.“ Und sein Kollege Terzic sagt: „Es ist ein unglaublich wichtiges Spiel, das zeigt die Tabellenkonstellation.“ Von einem Finale will der aber nichts wissen: „Das sehen wir nach der Saison.“

Unabhängig vom Ausgang dieser Spielzeit räumt Terzic dann seinen Platz für Marco Rose – und den wiederum soll ausgerechnet Hütter in Gladbach beerben. Dies sei nur ein Gerücht, welches er nicht kommentieren wolle, sagte er gestern. Sein Fokus gilt dem ersten Endspiel.