30. Dezember 2019 / 23:03 Uhr

Haaland-Berater Raiola nennt Details zum BVB-Transfer – und verrät: Hoffnung auf England-Wechsel bleibt

Haaland-Berater Raiola nennt Details zum BVB-Transfer – und verrät: Hoffnung auf England-Wechsel bleibt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erling Haaland wechselte zu Borussia Dortmund. Für Berater Mino Raiola (r.) ist klar: Der Weg des Norwegers wird in die Premier League führen.
Erling Haaland wechselte zu Borussia Dortmund. Für Berater Mino Raiola (r.) ist klar: Der Weg des Norwegers wird in die Premier League führen. © Getty/imago images
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Während die Sport-Welt Borussia Dortmund noch zum Transfer von Sturm-Juwel Erling Braut Haaland gratuliert, denkt dessen Berater Mino Raiola auch schon an die Zukunft des 19-Jährigen. Ein Wechsel in die Premier League bleibe eine Option für die Zukunft.

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Der Wechsel von Sturm-Juwel Erling Haaland zu Borussia Dortmund hat Fußball-Europa in Aufregung versetzt. Während die Sport-Presse dem BVB noch zum Transfer-Coup gratuliert, denkt dessen berüchtigter Berater Mino Raiola offenbar schon an die Zukunft. Gegenüber dem Daily Telegraph begründete der berüchtigte Agent des 19-Jährigen, warum sein Klient Dortmund dem englischen Rekordmeister Manchester United vorzog. Raiola nannte pikante Details zu den langwierigen Verhandlungen mit verschiedenen Klubs.

Haaland habe den BVB für die beste Option zum aktuellen Zeitpunkt in seiner Karriere gehalten, erklärte Raiola – diesem Wunsch habe er eigene Überlegungen bewusst untergeordnet. „Am Ende ist es der Athlet, der Spieler, der das beste Gefühl haben muss“, sagte Raiola, der auch Weltstars wie Zlatan Ibrahimovic, Paul Pogba oder Mario Balotelli berät und sich in der Branche einen Ruf als knallharter und unkonventioneller Beraterpapst erarbeitet hat.

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Mino Raiola: Zwölf Vereine waren an Haaland interessiert

„Wir hatten ernsthafte Gespräche mit jedem“, sagte Raiola und ging ins Detail. „Jeder redet über Manchester United, aber es waren insgesamt 12 Vereine an ihm interessiert.“ Obwohl die Premier League die erklärte Lieblings-Liga des jungen norwegischen Torjägers ist und er in Leeds geboren wurde, hat er sich bewusst für Dortmund entschieden. Raiola: „Ich verstehe nicht, warum darüber in England so viel diskutiert wird. Er ist ein junger Spieler und er hat alle Zeit, in seiner Karriere in die Premier League zu wechseln und wir hoffen, dass dafür eine Zeit ist.“

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Die Chefs des BVB hatten den Transfer am Sonntag offiziell verkündet. „Unsere Hartnäckigkeit hat sich auszahlt“, freute sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Sportdirektor Michael Zorc pflichtete ihm bei. „Wir alle dürfen uns auf einen ehrgeizigen, athletischen und physisch starken Mittelstürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt und beeindruckendem Tempo freuen, den wir in Dortmund weiterentwickeln möchten. Mit 19 Jahren steht Erling selbstverständlich noch am Anfang einer hoffentlich großen Karriere.“ Die ihn wohl früher oder später nach England führt.

Allerdings nicht zum jetzigen Zeitpunkt – obwohl ManUtd offenbar dichter dran war als zunächst angenommen. Trainer Ole Gunnar Solskjaer kannte Haaland noch aus gemeinsamen Zeiten bei Molde, Haaland wechselte im Januar 2019 zu Red Bull Salzburg, Solskjaer war einen Monat vorher zu Manchester United zurückgekehrt. „Sie kennen sich sehr gut“, betonte Raiola. Dennoch entschied sich United gegen einen Transfer, obwohl die Engländer bereit waren, die Ausstiegsklausel von 20 Millionen Euro zu zahlen. Laut Sky UK sei der Wechsel aber an einer ähnlichen Konstruktion gescheitert, die in Haalands Vertrag hereingeschrieben wurde.

„Hoffentlich ein Moment“ für Haaland-Wechsel in die Premier League

Raiola wollte nicht bestätigen, dass eine entsprechende Klausel im BVB-Vertrag seines Klienten existiert. Er spreche nie über derartige Interna, versicherte der Berater, der den deutschen Vizemeister stattdessen lobte. Der BVB sei „ein fantastischer Klub und der beste Wechsel für seine Entwicklung zu diesem Zeitpunkt. Es ist sehr schwierig, für einen Jungen in der Premier League zu bestehen. Er ist nicht der einzige Spieler, der nicht in die Premier League geht.“

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Sollte sich der Wechsel nach Dortmund als Erfolg entpuppen, dann dürfte das Thema England allerdings zu einem späteren Zeitpunkt wieder akut werden – daran ließ Raiola keinen Zweifel aufkommen. „Natürlich wird es hoffentlich einen Moment geben, in dem er in die Premier League geht, wenn er erfolgreich spielt – und warum dann nicht zu Manchester United“, orakelte der Spielerberater. „Wenn er gut genug ist und wenn es diesen Moment gibt, dann wird er in der Premier League strahlen. Jetzt lassen wir ihn erstmal in Dortmund scheinen.“