31. Mai 2019 / 22:49 Uhr

BVB kündigt 500 Fans die Dauerkarte - aus einem triftigen Grund

BVB kündigt 500 Fans die Dauerkarte - aus einem triftigen Grund

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
500 Fans von Borussia Dortmund haben ihre Dauerkarte für den Signal-Iduna-Park verloren. Der BVB kündigte Fans, die zu wenig Spiele verfolgt haben, ihr Abo.
500 Fans von Borussia Dortmund haben ihre Dauerkarte für den Signal-Iduna-Park verloren. Der BVB kündigte Fans, die zu wenig Spiele verfolgt haben, ihr Abo. © imago images / Sven Simon
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Ärgerlich für 500 Fans von Borussia Dortmund: Wie die "Ruhr Nachrichten" berichten, wurden den BVB-Anhängern die Dauerkarte entzogen. Grund der Dauerkarten-Kündigung seitens der Dortmunder ist die sogenannte "No-Show-Rate".

Der Signal-Iduna-Park in Dortmund war in der vergangenen Saison bei zwölf von 17 Spielen ausverkauft - allerdings zumeist nur auf dem Papier. So blieben bei vielen dieser als "ausverkauft" titulierten BVB-Spiele oft zahlreiche Plätze frei - Schuld sollen Dauerkarten-Inhaber gewesen sein, die ihr Saisonticket nicht regelmäßig genutzt haben. Jetzt hat Borussia Dortmund laut einem Bericht der Ruhr Nachrichten durchgegriffen und Dauerkarten-Inhabern, die nicht mindestens sieben Saisonspiele des BVB über ihr Ticket verfolgt haben, ordentlich gekündigt. 500 Abo-Fans müssen damit in der kommenden Saison ohne ihre Dauerkarte auskommen.

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BVB-Fans sauer auf Dauerkarten-Inhaber, die nicht ins Stadion gehen

Zu selten im Stadion? Dauerkarte weg! BVB-Marketingchef Carsten Cramer erklärte der Zeitung den Hintergrund: "Uns geht es darum, dass möglichst kein Platz leer bleibt", sagte Cramer. So sollen nach Informationen des Blattes bei manchen Spiels teilweise mehr als 1000 Sitze nicht besetzt gewesen sein, weil die Dauerkarten-Inhaber der Partie fern geblieben waren. Für viele Fans, die die Spiele anstelle der Abo-Besitzer gern gesehen hätten und kein Ticket mehr bekommen haben oder selbst seit Jahren auf der Warteliste für eine Dauerkarte stehen, ist dieser Zustand natürlich besonders ärgerlich. Viele Fans äußerten bereits über die sozialen Medien ihre Wut auf die fernbleibenden Dauerkarten-Inhaber.

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Das Prozedere mit der sogenannten "No-Show-Rate", also dass mindestens sieben Spiele auf dem Dauerkarten-Platz in Dortmund für Erhalt des Stadion-Abos verfolgt werden müssen, sei den Abonnenten vor der Saison mitgeteilt worden. Für das Erreichen der sieben Spiele hätte die Karte auch an andere Fans über Kontakte oder dem offiziellen Ticket-Zweitmarkt des BVB weitergegeben werden können. Doch selbst das sollen die 500 nun gekündigten Dauerkarten-Inhabern nicht geschafft haben.

Hoffnung für BVB-Fans mit gekündigter Dauerkarte - Wolfsburg nahm 2018 einige Kündigungen zurück

BVB-Fans, die aus einem nachvollziehbaren Grund - wie beispielsweise einer lang andauernden Krankheit - ihr Ticket nicht nutzen konnten und dadurch nun gekündigt wurden, können sich aber noch Hoffnung machen. BVB-Marketingchef Cramer kündigte gegenüber der Zeitung bereits an, sich Rückmeldungen der Fans wegen möglicher "Härtefälle" anschauen zu wollen.

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Ähnlich ging 2018 auch der VfL Wolfsburg vor, als die Dauerkarten von 800 Fans gekündigt wurden. Damals wurden aber teilweise auch schlicht unberechtigte Kündigungen verteilt. Der VfL entschuldigte sich später und nahm einige Kündigungen zurück