17. Oktober 2020 / 19:08 Uhr

"Favre muss noch viel lernen": Hamann kritisiert BVB-Trainer und zieht Vergleich zu Bayern-Coach Flick

"Favre muss noch viel lernen": Hamann kritisiert BVB-Trainer und zieht Vergleich zu Bayern-Coach Flick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sky-Experte Dietmar Hamann fand kritische Worte für BVB-Trainer Lucien Favre.
Sky-Experte Dietmar Hamann fand kritische Worte für BVB-Trainer Lucien Favre. © imago images/Revierfoto/Montage
Anzeige

Zum ersten Mal seit 2012 konnte Borussia Dortmund bei der TSG Hoffenheim gewinnen. Aus Sicht des "Sky"-Experten Dietmar Hamann muss BVB-Trainer Lucien Favre trotz des Erfolgs noch lernen, das Optimum aus dem Spielerpersonal zu holen, das dem Schweizer zur Verfügung steht.

Anzeige

Der ehemalige Nationalspieler Dietmar Hamann hat Lucien Favre nach dem Sieg von Borussia Dortmund bei der TSG Hoffenheim (1:0) kritisiert und dem BVB-Trainer zu mehr Fingerspitzengefühl bei der Auswahl seiner Spieler und häufigeren Rotationen in seiner Startelf geraten - insbesondere im Vergleich zu Bayern-Trainer Hansi Flick, an dem der Schweizer sich ein Beispiel nehmen könne.

"Lucien Favre muss noch viel lernen", wurde Hamann in einer Pressemitteilung von Sky zitiert und kontrastierte damit die Aufstellung des BVB mit der des FC Bayern. Zwar hatte Dortmunds Trainer gegen die Hoffenheimer einige Wechsel vorgenommen und unter anderem Kapitän Marco Reus und Topscorer Erling Haaland auf der Bank gelassen, vertraute allerdings in den vergangenen Wochen vor allem seinem Stammpersonal - anders als die Bayern rotierte er eher eingeschränkt und setzte eher weniger auf Spieler aus der eigenen Jugend. "Hansi Flick wirft Spieler aus der zweiten und dritten Reihe ins Spiel und gibt ihnen bedingungsloses Vertrauen", sagte Hamann. "Das ist das, was Lucien Favre lernen muss."

Mehr vom SPORTBUZZER

Ähnlich wie Flick gibt auch Favre frischeren Kräften wie Offensivallrounder Giovanni Reyna zunehmend Einsatzmöglichkeiten - dies wünscht sich Hamann in allen Mannschaftsteilen. "Man wird immer wieder Situationen haben, bei denen man fünf oder sechs Stammspieler auf der Bank lassen muss, weil die Belastung zu hoch ist", erklärte der 46-Jährige, der die vor allem kämpferisch starke Leistung der Dortmunder allerdings auch lobte: Für die Mannschaft sei der knappe Sieg "ein großer Schritt für die Entwicklung" gewesen: "Die jungen Spieler haben gesehen, dass sie zu einer guten Hoffenheimer Mannschaft fahren und das Spiel gewinnen können."

Favre: "Es ist für uns gegen alle Gegner schwierig"

Vergleiche mit dem Triple-Sieger lehnt Favre in der momentanen Situation ab. "Mir ist egal, was der FC Bayern macht, denn wir müssen auf uns schauen", betonte der Schweizer. "Jedes Spiel ist anders und jedes Spiel hat seine eigene Geschichte. Es ist für uns gegen alle Gegner schwierig." In Sinsheim war es für den BVB der erste Erfolg seit acht Jahren - das Ende der Durststrecke spülte die Borussia zumindest vorübergehend auf den dritten Platz.