26. Mai 2020 / 20:21 Uhr

Mit Geniestreich von Joshua Kimmich Richtung Titel: FC Bayern siegt beim BVB

Mit Geniestreich von Joshua Kimmich Richtung Titel: FC Bayern siegt beim BVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dank Joshua Kimmich (M.) liegt der FC Bayern klar auf Meisterkurs
Dank Joshua Kimmich (M.) liegt der FC Bayern klar auf Meisterkurs © JŸrgen Fromme/firo Sportphoto/POOL
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Der FC Bayern kann sich auf dem Weg zum achten Bundesliga-Titel in Folge wohl nur noch selbst stoppen. Die Münchner gewannen das Top-Spiel beim BVB dank eines Traumtores von Joshua Kimmich und haben nun sieben Punkte Vorsprung.

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Joshua Kimmich hat den FC Bayern in Richtung Bundesliga-Titel gezaubert. Mit einem Geniestreich leitete der Nationalspieler im Top-Spiel bei Borussia Dortmund den Sieg der Münchner ein und hatte damit großen Anteil daran, dass der deutsche Rekordmeister sechs Spieltage vor dem Saisonende nun sieben Punkte Vorsprung auf den BVB hat. Sollten sich die Bayern in den verbleibenden Partien keinen Ausrutscher mehr leisten, könnten sich spätestens am 16. Juni im Auswärtsspiel bei Werder Bremen zum achten Mal in Folge zum Meister krönen. Der BVB muss mit Blick auf den Titel nun hingegen auf eine Schwächephase des Rivalen hoffen und gleichzeitig einen Platz in der Champions League sichern.

Dabei hatte das Spitzenspiel für den Verfolger vielversprechend begonnen. Nachdem der aus seinem Tor geeilte Bayern-Keeper Manuel Neuer bereits überwunden war, musste Ex-Nationalspieler Jerome Boateng einen Schuss von BVB-Stürmer Erling Haaland vor der Linie klären - zu diesem Zeitpunkt waren erst 30 Sekunden gespielt. Dortmund blieb danach schwungvoll und war auch ohne der zunächst auf der Bank verbliebenen Jadon Sancho im Spiel nach vorn dynamisch und temporeich. Mit einem Schuss von Julian Brandt hatte Neuer jedoch keine Probleme (4.).

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Die Bayern agierten hingegen abwartend und kamen erst langsam in die Partie. Kombinationssicher erspielte sich der Titelverteidiger die ersten Möglichkeiten, bei denen sich vor allem Serge Gnabry hervortat. Der Nationalspieler war für Ivan Perisic zurück in Startelf gekommen und sorgte nach 19 Minuten für die bis dahin größte Gefahr vor dem Borussen-Tor. Bei seinem Schuss aus kurzer Distanz war Roman Bürki im Kasten der Dortmunder bereits geschlagen, doch Lukasz Piszczek klärte noch vor der Linie.

Doch auch die Platzherren suchten immer wieder ihre Chance und ließen den Ball gefällig zirkulieren - einziges Problem: Statt den Ball auf Neuers Tor zu bringen, suchten Haaland & Co. immer wieder einen vermeintlich noch besser postierten Nebenmann. Die Münchner Hintermannschaft konnte die Bemühungen so stets ersticken und das Heft selbst zunehmend in die Hand nehmen. Der Lohn folgte kurz vor der Pause - und war für den neutralen Fan äußerst ansehnlich. Kimmich kam rund 17 Meter vor dem Tor an Ball und erkannte, dass Bürki zu weit vor der Linie stand. Dann machte es der Mittelfeldspieler künstlerisch. Er lupfte den Ball über den sich vergeblich streckenden BVB-Schlussmann hinweg ins Netz. Der Schweizer hatte zuvor noch einen Schritt in die falsche Richtung gemacht.

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BVB-Star Haaland humpelt verletzt vom Feld

Nach dem Seitenwechsel brachte Dortmunds Trainer Lucien Favre mit Sancho und Emre Can zwei frische Kräfte. Die Borussia war zwar engagiert, ließ es aber weiter an Durchschlagskraft vermissen. Die Bayern verteidigten meist souverän und setzten vornehmlich auf Konter. Echte Höhepunkte gab es allerdings kaum - einzige Ausnahme: Ein vermeintliches Handspiel von Boateng im eigenen Strafraum, das von Schiedsrichter Tobias Stieler unbestraft blieb (58.). Der Unparteiische verzichtete sogar auf die Ansicht der Videobilder.

Am Spielverlauf änderte sich auch nichts, als Favre 18 Minuten vor dem Ende seinen nächsten Joker zog und Top-Talent Giovanni Reyna in die Partie brachte. Der US-Amerikaner kam für Haaland, der angeschlagen vom Platz humpelte. Pech hatte Bayern-Stürmer Robert Lewandowski, der in der Schlussphase nur den Pfosten traf (83.).