06. Dezember 2021 / 10:40 Uhr

Zwayer, Bellingham, Brandt und Co.: So ist der Stand bei den Aufreger-Themen von BVB gegen Bayern

Zwayer, Bellingham, Brandt und Co.: So ist der Stand bei den Aufreger-Themen von BVB gegen Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Topspiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern sorgte für reichlich Gesprächsstoff.
Das Topspiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern sorgte für reichlich Gesprächsstoff. © IMAGO/RHR-Foto/Norbert Schmidt/ActionPictures (Montage)
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Das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern (2:3) am vergangenen Samstag hatte neben fünf Toren und hohem Tempo viele Aufreger zu bieten. Der SPORTBUZZER hat die akuten Brandherde zusammengefasst. So ist der Stand rund um Felix Zwayer, Jude Bellingham, Julian Brandt und Co.

Der FC Bayern hat den Klassiker gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag mit 3:2 für sich entschieden und damit die Tabellenführung ausgebaut. Das Topspiel der Bundesliga am 14. Spieltag lieferte neben fünf Toren und einem hohen Tempo weitere Aspekte, die Fußball-Deutschland dieser Tage bewegen. Der SPORTBUZZER hat die wichtigsten Brandherde rund um den Bundesliga-Klassiker zwischen den Schwarz-Gelben und den Roten zusammengefasst. So ist der Stand mit Blick auf den Titelkampf, die Ermittlungen gegen Jude Bellingham, die Verletzung von Julian Brandt und Co..

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Die Ausgangslage im Meisterkampf

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann fasste die Ausgangslage nach den drei Punkten, die seine Mannschaft aus dem Signal Iduna Park nach München mitnehmen durfte, nüchtern zusammen: "Es ist nichts entschieden für uns und nichts entschieden gegen Dortmund." Dennoch machte der 34-Jährige keinen Hehl daraus, dass es "natürlich ein Big Point für uns" war. Daran gibt es keinen Zweifel, zumal der BVB den Seriensieger mit einem Heimsieg in der Tabelle überholt hätte. Bei dann noch drei ausstehenden Hinrundenspielen hätten die Schwarz-Gelben mit zwei Punkten Vorsprung die Pole-Position inne gehabt. Es sollte bekanntlich anders kommen. Nun grüßen die Bayern mit vier Punkten Abstand zu Dortmund von der Tabellenspitze aus und befinden sich auf Kurs in Richtung zehnte Meisterschaft in Folge.

Strittige Szenen im Topspiel: Die Kritik an Schiedsrichter Zwayer

Während die Münchener bestens gelaunt die Heimreise antreten konnten, haderten die Dortmunder nach dem Spitzenspiel mit Schiedsrichter Felix Zwayer. Letztendlich hatte ein Handelfmeter per Video-Entscheid die Partie entschieden. In den ersten Statements nach dem Spiel brachten die BVB-Profis gegenüber Sky ihr Unverständnis für den Unparteiischen zum Ausdruck. "Das find ich hart. Mats versucht, mit dem Kopf zum Ball zu gehen", sagte Dortmunds Kapitän Marco Reus und ärgerte sich darüber, dass ihm ein Elfmeter verwehrt geblieben war: "Meine Elfmeterszene war auch 50:50. Das hätte er sich wenigstens anschauen müssen." Und Emre Can echauffierte sich: "So ein Scheiß-Elfmeter entscheidet das Spiel."

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Auch zwei Tage nach dem FCB-Sieg sorgen die strittigen Entscheidungen für Diskussionen. Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees stärkte Zwayer den Rücken, wie aus einer Mitteilung auf der DFB-Homepage hervorgeht. Der Schiedsrichter habe zwar eine großzügige Spielleitung an den Tag gelegt, darum seien für ihn Fragen nachvollziehbar, "ob die fachliche Bewertung unauslegbar strafbar sein muss". Dennoch sei die Bewertung eines strafbaren Handspiels und somit eines Strafstoßes korrekt, wenn man die Situation trotzdem losgelöst betrachte. Gegenwind für Zwayer gab es indes von Ex-Schiedsrichter Babak Rafati, der sich im Gespräch mit dem SPORTBUZZER zu Wort meldete: "Man kann bei diesen beiden Situationen nicht auf einer Seite Elfmeter geben und auf der anderen nicht. Wenn Zwayer bei beiden Szenen auf Strafstoß entschieden hätte, würde keiner schimpfen."

DFB-Ermittlungen gegen Bellingham

Die Elfmeter-Entscheidungen während des Topspiels ziehen inzwischen noch weitere Kreise. Der Grund: BVB-Youngster Jude Bellingham hatte im norwegischen TV Äußerungen in Richtung des Schiedsrichters getätigt, die den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes auf den Plan riefen. Mit den Worten "Du gibst einem Schiedsrichter, der schon in Spielmanipulationen verwickelt war, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?" spielte Bellingham wohl auf den 2005 aufgedeckten Wettskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer an, in den Zwayer damals verwickelt war. Aufgrund seiner Aussage wird nun gegen den 18 Jahre alten englischen Nationalspieler ermittelt. "Der Kontrollausschuss wird die Äußerung des Dortmunder Spielers Jude Bellingham auf ihre sportstrafrechtliche Relevanz prüfen“, sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des Gremiums, auf dpa-Anfrage. Nach Informationen von Sky und Bild wurde bei der Polizei Dortmund zudem eine Strafanzeige gegen den BVB-Youngster eingereicht.

Die Brandt-Diagnose

Für den Schock-Moment im Spitzenspiel sorgte ein Zusammenprall zwischen Dortmunds Julian Brandt und Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano. Der Torschütze zum 1:0 für den BVB musste nach dem Luft-Zweikampf minutenlang auf dem Platz behandelt werden, ehe er vom Spielfeld getragen werden konnte. Am Tag nach der Partie gab dann Lizenzspielerchef Sebastian Kehl eine erste Entwarnung. "Er hat eine Gehirnerschütterung erlitten, sonst ist aber alles in Ordnung und es geht ihm nach einer Nacht im Krankenhaus schon wieder deutlich besser", ließ Kehl gegenüber dem Kicker ausrichten. "Wir sind alle sehr erleichtert, haben Glück gehabt." Auch Brandt selbst meldete sich inzwischen vom Krankenbett. "Danke für eure zahlreichen guten Wünsche. Mir geht es mittlerweile wieder gut", twitterte der Offensivspieler und beruhigte seine Follower. "Jetzt braucht der Schädel ein paar Tage Ruhe bis ich wieder zurück bin."