29. Juni 2020 / 14:37 Uhr

Riesiger Fehlbetrag: Dortmund rechnet mit Corona-Minus von 45 Millionen Euro - BVB dennoch "gewappnet"

Riesiger Fehlbetrag: Dortmund rechnet mit Corona-Minus von 45 Millionen Euro - BVB dennoch "gewappnet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der BVB rechnet mit einem großen Fehlbetrag für das Geschäftsjahr 2019/20.
Der BVB rechnet mit einem großen Fehlbetrag für das Geschäftsjahr 2019/20. © imago images/Friedrich Stark/Montage
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Borussia Dortmund rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem gewaltigen Minus in den Bilanzen. Der Fehlbetrag für das Geschäftsjahr 2019/20 liegt Klubangaben zufolge im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

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Die Corona-Krise hat ein gewaltiges Loch in die Kassen des BVB gerissen: Borussia Dortmund rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem Fehlbetrag von 45 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2019/20 - bei einem Gewinn vor Steuern von 62 Millionen Euro. Das teilte der Vizemeister am Montag in einem Ad-hoc-Schreiben mit.

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Diese neuen Zahlen "verstehen sich als unmittelbare Auswirkung der Covid-19-Pandemie, die alle Einnahmen- und Erlösfelder von Borussia Dortmund betroffen haben", hieß es in der Mitteilung. Schon kurz nach der Unterbrechung der Bundesliga hatte die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr zurückgenommen. Dass die Zahlen nun dunkelrot ausfallen, liege nach Klubangaben unter anderem an den ausgefallenen Ticket-Einnahmen.

Schließlich verfüge der Klub "in Deutschland über das größte Stadion mit einer Gesamtkapazität in Höhe von 81.365 Zuschauern" und den zweitgrößten Hospitality-Bereich. Dass die fehlenden Einnahmen durch die Geisterspiele sich in der BVB-Bilanz drastisch niederschlagen würden, hatten die Dortmunder bereits Anfang März bekannt gegeben, auf die der Klub in seiner Mitteilung nochmals verwies. Durch Geisterspiele gebe es negative Auswirkungen "in einer Größenordnung zwischen 2,5 und 3,0 Millionen Euro pro betroffenen Spieltag entstehen", teilte der Klub damals durch Syndikusrechtsanwalt Dr. Robin Steden mit. In der Bundesliga waren es fünf Geisterspiele seit dem Restart.

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Allerdings beschwichtigte der börsennotierte Klub in der Mitteilung auch: "Durch die gute Ertragslage in den letzten Geschäftsjahren sowie im Zeitraum bis zum Beginn der Covid-19 Pandemie, einem zum 30. Juni 2019 vorhandenen Konzerneigenkapital in Höhe von rund 355 Millionen Euro (...) und durch die nachhaltige Aufstellung des Unternehmens" sieht der BVB sich "gewappnet, die erwarteten Verluste zu tragen", hieß es.