16. November 2020 / 10:56 Uhr

BVB-Einsatz offenbar vom Tisch: Haaland & Co. müssen nach Corona-Wirbel in Deutschland in Quarantäne

BVB-Einsatz offenbar vom Tisch: Haaland & Co. müssen nach Corona-Wirbel in Deutschland in Quarantäne

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erling Braut Haaland muss sich in Deutschland in Quarantäne begeben.
Erling Braut Haaland muss sich in Deutschland in Quarantäne begeben. © imago images/Bildbyran
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Borussia Dortmund muss am Samstag gegen Hertha BSC offenbar auf Erling Haaland verzichten. Der Stürmerstar muss sich laut Auflagen nach einem positiven Corona-Befund im Lager der norwegischen Nationalmannschaft zehn Tage lang in Selbstisolation begeben.

Rückschlag für Borussia Dortmund: Beim Auswärtsspiel gegen Hertha BSC muss der BVB am Samstag wohl tatsächlich auf Stürmerstar Erling Haaland verzichten. Nachdem es im Lager der norwegischen Nationalmannschaft einen positiven Corona-Test gegeben hatte, durften die Spieler zwar ausreisen, allerdings müssen sie sich bis zum Ablauf der zehntägigen Quarantäne zu Hause in Isolation geben. Dies hatte der norwegische Verband den betroffenen Klubs der Nationalspieler in einem Schreiben mitgeteilt.

Der zuständige Amtsarzt Tore W. Steen hatte dem Dagbladet erklärt, dass man ein Zuwiderhandeln gegen die Selbstisolation "als Bruch der Quarantäne und Verstoß gegen die Voraussetzungen zur Ausreise" werten würde. Die Reise zurück zu ihren Klubs war den Spielern nur unter der Auflage gestattet worden, dass sie die Quarantäne strikt einhalten würden. Neben Haaland sind aus der Bundesliga auch Alexander Sörloth von RB Leipzig und Rune Jarstein von Hertha BSC betroffen. Die Isolationsfrist läuft demnach erst am nächsten Dienstag aus. Unklar bleibt, ob die Spieler nach mehreren negativen Tests im Laufe der Woche die Quarantäne doch vorzeitig beenden könnten. Dies muss im Fall von Haaland nun das Dortmunder Gesundheitsamt entscheiden.

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Wegen eines positiven Corona-Befundes beim ehemaligen Braunschweiger Omar Elabdellaoui aus dem norwegischen Team hatte die UEFA das für Sonntag geplante Spiel in Bukarest zuvor abgesagt. Zunächst hieß es von den norwegischen Gesundheitsbehörden, die gesamte Mannschaft um Haaland müsste in Norwegen zehn Tage lang in Quarantäne. Am Sonntag folgte die Kehrtwende, zumal alle weiteren Tests negativ ausgefallen waren. Der Nachrichtenagentur NTB zufolge ordnete die örtliche Gesundheitsbehörde an, dass nur der in der Türkei für Galatasaray Istanbul spielende Elabdellaoui in Oslo isoliert bleiben müsse.

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Norwegische Corona-Bestimmungen haben Ausreise erlaubt

Die norwegischen Corona-Bestimmungen besagten, dass „Personen, die sich in Quarantäne befinden, ausnahmsweise öffentliche Verkehrsmittel benutzen dürfen, um an einen geeigneten Quarantäneort zu gelangen“. Einige Spieler reagierten auf das Chaos mit Unverständnis: „Jetzt reisen wir morgen mit dem Linienflug nach Hause. Das akzeptieren die norwegischen Behörden, sagen aber gleichzeitig "Nein", wenn wir getrennt von allen anderen mit einem Charterflug nach Rumänien reisen wollen“, sagten Stefan Johansen, Martin Ödegaard und Joshua King.

Im Kader von Nationalcoach Lars Lagerbäck für die Spiele gegen Rumänien und Österreich standen 19 sogenannte Legionäre aus zehn verschiedenen Ländern. Weiter unklar ist, ob das Spiel am Mittwoch in Wien stattfindet. Norwegens Verband erwäge, eine „Not-Nationalelf“ mit Spielern zusammenzustellen, die nicht unter Quarantäne gestellt wurden, hieß es.