08. Januar 2022 / 21:26 Uhr

BVB hadert trotz "geilem" Sieg in Frankfurt: "Können nicht immer zwei, drei Tore schießen"

BVB hadert trotz "geilem" Sieg in Frankfurt: "Können nicht immer zwei, drei Tore schießen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Mats Hummels ärgert sich über die vielen Gegentore in dieser Saison.
Mats Hummels ärgert sich über die vielen Gegentore in dieser Saison. © IMAGO/Jan Huebner
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Borussia Dortmund sieht bei Eintracht Frankfurt lange wie der sichere Verlierer aus. Wieder macht der BVB in der Abwehr folgenschwere Fehler. Ein Ärgernis für die Abwehrspieler Mats Hummels und Emre Can, die trotz des 3:2-Siegs nach 0:2-Rückstand klar ansprechen, was in Dortmund aktuell nicht gut läuft.

Borussia Dortmund und die Gegentore: Immer wieder lässt der BVB einfache Treffer zu. Die Defensive steht nicht stabil. Erst zweimal in der laufenden Bundesliga-Saison blieb die Mannschaft von Trainer Marco Rose ohne Gegentreffer. Auch beim letztendlich glücklichen Last-Minute-Sieg bei Eintracht Frankfurt (3:2) zum Rückrundenstart am Samstagabend stand die Null beim BVB nicht. Ein Fakt, den die beiden Führungsspieler Mats Hummels und Emre Can, die am Samstagabend die Innenverteidigung bildeten, auch im Siegestaumel nicht außen vor lassen wollten.

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So freute sich der nach eigener Aussage wieder "komplett" fitte Hummels zwar über einen "geilen, emotionalen Sieg", den er mit seinem Team eingefahren habe, aber legte auch den Finger in die Wunde und mahnte: "Wir kassieren ständig aus Situationen Tore, aus denen keine Tore fallen dürfen." Das passiere "viel zu oft, diese Stabilität ist das, was wir uns auf die Fahne schreiben müssen, wenn wir irgendwas erreichen wollen." Was Hummels meinte: Vor dem 0:1 durch Doppeltorschütze Rafael Borré (16.) stimmte die Zuordnung nach einem Freistoß von Filip Kostic nicht und auch Keeper Gregor Kobel sah nicht gut aus, vor dem 0:2 (24) vertändelte Marco Reus im eigenen Strafraum den Ball. "Es ist zu einfach, gegen uns torgefährlich zu werden, das muss man ehrlich zugeben", sagte Coach Rose.

Emre Can: "Wenn nicht jeder Einzelne dran geglaubt hätte, hätten wir das nicht umreißen können"

So benötigte der BVB einen Kraftakt in der zweiten Halbzeit, um dank der Treffer von Thorgan Hazard (71.), Jude Bellingham (87.) und Mahmoud Dahoud (89.) das Spiel doch noch zu drehen. Laut Can dürfen solche Siege nicht zur Normalität werden. "Wir können nicht immer zwei, drei Tore schießen", mahnte der deutsche EM-Teilnehmer. Auch mental habe der Last-Minute-Erfolg Kraft gekostet: "Wir haben als Mannschaft dran geglaubt. Wenn nicht jeder Einzelne dran geglaubt hätte, hätten wir das nicht umreißen können."


Trotz aller Makel: Die Hoffnung von Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, nach dem schwachen Jahresausklang 2021 "neu zu starten", erfüllte sich. Und auch Can befand letztendlich: Diese Siege "schmecken besonders".