07. April 2019 / 11:57 Uhr

BVB-Boss Watzke schwärmt vom FC Bayern – und schimpft über eigene Mannschaft: „Indiskutabel“

BVB-Boss Watzke schwärmt vom FC Bayern – und schimpft über eigene Mannschaft: „Indiskutabel“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hofft nach dem Debakel bei Bayern auf eine Reaktion der Dortmunder Mannschaft.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hofft nach dem Debakel bei Bayern auf eine Reaktion der Dortmunder Mannschaft. © imago images / DeFodi
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Einen Tag nach dem 0:5-Debakel beim FC Bayern analysiert BVB-Boss Hans-Joachim Watzke die Leistung seines Teams, spricht über die Taktik von Trainer Lucien Favre – und lobt die Münchner in höchsten Tönen. BVB-Manager Michael Zorc hielt sich ebenfalls nicht mit Kritik an den eigenen Spielern zurück.

Hans-Joachim Watzke hat dem FC Bayern nach dem BVB-Debakel in München höchsten Respekt gezollt – und ist mit seiner eigenen Mannschaft hart ins Gericht gegangen. „Gratulation an die Bayern. Wenn es jemals einen verdienten Sieg gab, dann diesen für die Bayern“, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund am Sonntagmorgen in der Sky-Sendung „Wontorra – der Fußball-Talk“: „Man hatte schon nach zwei Minuten das Gefühl, dass wir nicht da waren.“ Insgesamt sei das Auftreten des BVB bei der 0:5-Pleite am Samstag „indiskutabel“ gewesen. Die Vorstellung der Münchner im ersten Durchgang bewertete Watzke hingegen als „das Beste, was ich in den letzten Jahren von Bayern gesehen habe“.

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Kritik an einer vermeintlich zu defensiven Taktik von Trainer Lucien Favre wollte Watzke hingegen nicht gelten lassen. „Es war alles schlüssig. Wenn wir so auftreten, wie wir aufgetreten sind, kann er aufstellen, wen er will“, meinte der BVB-Boss und nahm seinen Coach „aus der Haftung“. Trotz aller Kritik wolle er aber „nicht den Stab über die Mannschaft brechen“, betonte Watzke: „Sie hat in dieser Saison bisher mehr geleistet, als wir uns alle erhofft haben.“ Die junge Mannschaft befinde sich noch „in einem Lernprozess“ und sei „besser, als sie sich am Samstag präsentiert“ habe.

Auch Manager Zorc kritisiert Team nach Pleite

BVB-Manager Michael Zorc hielt sich ebenfalls nicht mit Kritik gegen die eigene Mannschaft zurück. "Wir haben Fehler gemacht, die einige zuletzt in der A-Jugend gemacht haben", beklagte Zorc gegenüber der Bild. Der 56-Jährige kritisierte auch das fehlende Selbstbewusstsein seiner Spieler, die als Tabellenführer zu den Bayern gereist waren. "Wir haben alles vermissen lassen, was eine Spitzenmannschaft ausmacht. Insbesondere hatte ich das Gefühl, dass wir dieser Konstellation mental nicht gewachsen waren." Speziell die Schwächen bei Standards und die individuellen Fehler ärgerten den Kaderplaner des BVB. "Das erste Tor war ein Standard, einfacher geht es nicht mehr. Das zweite Tor war fast ein Eigentor. Wie willst du so hier gewinnen?"

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Trotz der demoralisierenden Niederlage, des Verlustes der Bundesliga-Tabellenführung und nun einem Punkt Rückstand auf den großen Rivalen schreibt Watzke den Titel noch nicht ab. „Bayern wird merken, dass sie für dieses Spiel nur drei Punkte bekommen haben, und wir werden merken, dass wir nur einen Punkt dahinter sind“, meinte der 59-Jährige. „Natürlich wollen wir nach wie vor Meister werden.“ Watzke gestand aber auch: „Wenn ich sehe, über welche individuelle Qualität und Erfahrung die Bayern verfügen, sind sie jetzt Favorit auf den Titel.“ Augenzwinkernd ergänzte er, dass er aber davon ausgehe, dass „eine der beiden Mannschaften“ nicht alle sechs verbleibenden Spiele gewinnen werde.

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