18. März 2020 / 19:15 Uhr

Bericht: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verzichtet auf ein Drittel seines Gehaltes

Bericht: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verzichtet auf ein Drittel seines Gehaltes

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hans-Joachim Watzke zeigt sich in Zeiten der Corona-Krise offenbar solidarisch - und verzichtet auf einen Teil seines Gehalts.
Hans-Joachim Watzke zeigt sich in Zeiten der Corona-Krise offenbar solidarisch - und verzichtet auf einen Teil seines Gehalts. © Getty Images
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Hans-Joachim Watzke geht in der Corona-Krise offenbar voran: Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund verzichtet in der auch für den BVB finanziell kritischen Lage wohl auf einen Teil seines Gehaltes.

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Um die durch das Coronavirus entstandenen wirtschaftlichen Schäden bei Borussia Dortmund zumindest ein wenig abzufedern, ist Klubchef Hans-Joachim Watzke offenbar mit gutem Beispiel vorangegangen und hat auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet. Wie der kicker berichtet, habe der Vorsitzende der Geschäftführung vorgeschlagen, für die Dauer der Bundesliga-Spielpause nur noch zwei Drittel seines Salärs zu beziehen. Im Geschäftsjahr 2018/2019 hatte Watzke laut Geschäftsbericht rund 160.000 Euro monatlich verdient.

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Die Debatte um einen Gehaltsverzicht in der Bundesliga hatte besonders durch Aussagen von Markus Söder zuletzt an Fahrt aufgenommen. Der Ministerpräsident Bayerns hatte die Profis zu einem solchen Schritt aufgefordert, um ihren Klubs in der prekären Lage zu helfen - war dabei aber nicht überall auf Verständnis gestoßen. Horst Heldt echauffierte sich in der Bild darüber, dass der CSU-Politiker mit einer derartigen Forderung an die Öffentlichkeit gegangen war.

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"Die Politik soll führen und vorangehen und den Menschen einen Plan an die Hand geben und sich nicht in Bereiche bewegen, um am Ende populistischer dazustehen. Das wird unserem Land nicht helfen", erklärte der ehemalige Profi und heutige Manager des 1. FC Köln: "Ich weiß, dass Fußball-Profis ein soziales Gewissen haben. Ich finde es unverschämt, das öffentlich zu diskutieren und öffentlich in Frage zu stellen.“ Der Sport-Geschäftsführer der Kölner wurde noch deutlicher: "Machen Sie sich mal keine Sorgen über Profis, die ihrer Verantwortung nicht gerecht werden wollen. Es wäre sinnhaft, mit populistischen Scheißausdrücken sich ein Stück zurückzuhalten."

Gehaltsverzicht beim DFB: Löw und Bierhoff handeln proaktiv

Auch beim DFB ist derweil die Diskussion um den Gehaltsverzicht führender Mitarbeiter angekommen. Verbandspräsident Fritz Keller bestätigte auf einer Video-Pressekonferenz am Mittwoch, dass Bundestrainer Joachim Löw und Direktor Oliver Bierhoff eine solche Maßnahme proaktiv angeboten hätten. Löw hatte derweil in einem flammenden Appell an die gesamte Gesellschaft eine Abkehr von Egoismus und rücksichtslosem Streben nach Erfolg gefordert.