28. November 2020 / 13:34 Uhr

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: Ex-Trainer Thomas Tuchel "ein schwieriger Mensch"

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: Ex-Trainer Thomas Tuchel "ein schwieriger Mensch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (r.) hat Thomas Tuchel als schwierig bezeichnet.
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (r.) hat Thomas Tuchel als schwierig bezeichnet. © imago images/Montage
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Vor drei Jahren beendeten Borussia Dortmund und Trainer Thomas Tuchel die Zusammenarbeit - auch, weil es intern heftig knallte. Nun hat BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sich über den Ex-Coach geäußert, der inzwischen bei Paris Saint-Germain arbeitet.

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Bei Borussia Dortmund fanden sie zunächst zueinander - um sich später spektakulär zu entzweien: Hans-Joachim Watzke und Thomas Tuchel gelten nicht unbedingt als die besten Freunde. Als es um eine mögliche Vertragsverlängerung des damaligen BVB-Trainers ging, sprach Dortmunds Geschäftsführer 2017 von einem "Dissens" - insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des BVB vor dem Champions-League-Spiel gegen die AS Monaco im April 2017. Wenig später trennten sich die Wege nach zwei gemeinsamen Jahren. Tuchel ging im Unfrieden - mit einem Titelgewinn im DFB-Pokal - und schloss sich ein Jahr später Paris Saint-Germain an.

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Nun hat Watzke gegen seinen früheren Trainer nochmals nachgelegt - den ehemaligen Mainzer allerdings auch in fachlicher Hinsicht gelobt. "Thomas ist schon ein schwieriger Mensch, das sieht man jetzt auch in Paris. Aber ein fantastischer Trainer", sagte Watzke im Podcast von ARD-Moderatorin Sandra Maischberger. Man habe sich "getrennt, weil es einfach nicht gepasst hat", erklärte der 61-Jährige mit Blick auf das seither kontrovers diskutierte Tuchel-Aus. Der Coach hatte zuvor schon über einen vorzeitigen Rückzug nachgedacht, weil intern die Fetzen flogen.

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Der Geschäftsführer, der als guter Freund von Tuchels Vorgänger Jürgen Klopp gilt, betonte indes, dass Tuchel keineswegs ein Feindbild sei. "Es gibt einfach manchmal Dinge, die harmonieren einfach nicht", sagte Watzke. "Es hat ja mit keinem der Protagonisten beim BVB funktioniert."

Watzke: "Sehe bis heute nicht den großen Fehler"

Eigene Verfehlungen im Umgang mit Tuchel sieht Watzke indes nicht. "Es heißt ja immer, man soll vor seiner eigenen Tür kehren. Aber ich sehe da bis heute nicht den großen Fehler", sagte er. Watzke hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Trennung von Tuchel in einem offenen Brief mit dem Trainer abgerechnet, der durch den erfolglosen Peter Bosz ersetzt wurde. "Es geht bei der Wahrnehmung von Führungsverantwortung, und da unterscheidet sich Borussia Dortmund letztlich keineswegs von jedem anderen Sportverein oder Unternehmen, nicht ausschließlich um das Ergebnis. Es geht immer auch um grundlegende Werte wie Vertrauen, Respekt, Team- und Kommunikationsfähigkeit, um Authentizität und Identifikation", schrieb Watzke damals an die Fans: "Es geht um Verlässlichkeit und Loyalität."