25. November 2019 / 06:49 Uhr

Bericht: Jadon Sancho fühlt sich beim BVB gedemütigt - Aussprache mit Bossen?

Bericht: Jadon Sancho fühlt sich beim BVB gedemütigt - Aussprache mit Bossen?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Not amused: BVB-Profi Jadon Sancho (r.).
Not amused: BVB-Profi Jadon Sancho (r.). © imago images/Kirchner-Media
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Erst Shootingstar, dann Sündenbock: So ergeht es Jadon Sancho nach eigenem Empfinden bei Borussia Dortmund. Gegenüber "The Athletic" erklärte der Engländer, dass er sich aktuell "gedemütigt" fühlt.

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In der Vorsaison noch gefeiert - jetzt der Sündenbock für die handfeste BVB-Krise?

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So zumindest fühle sich Dortmunds Shootingstar Jadon Sancho laut einem Bericht des Online-Portals "The Athletic" aktuell und schießt gegen seinen Klub. Nachdem der 19-Jährige in der Vorsaison mit 12 Treffern und 17 Vorlagen in 34 Bundesligaspielen geglänzt hatte, kommt er aktuell auf vier Tore und sieben Assists in 10 Ligaspielen - keine herausragende, aber auch keine schlechte Bilanz. Beim 3:3 zuletzt gegen den SC Paderborn steuerte er einen Treffer und eine Vorlage bei. Und trotzdem habe der Engländer das Gefühl, von seinem Verein für die Krise verantwortlich gemacht zu werden.

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Mehr noch: In dem Artikel heißt es, dass Sancho sich nicht nur "als Sündenbock", sondern sogar "gedemütigt" fühle - angefangen mit seiner Suspendierung Mitte Oktober. Da war er vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen worden, hatte eine 100.000-Euro-Geldstrafe aufgebrummt bekommen und ein Straftraining in strömendem Regen über sich ergehen lassen müssen, bei dem er eine Stunde lang Runden um den Trainingsplatz drehte.

BVB-Sportdirektor: "Sancho testet seine Grenzen aus"

"Eines vorausgeschickt: Er ist ein anständiger und guter Junge, aber er ist noch sehr jung. Er testet hin und wieder noch seine Grenzen aus - und wir müssen diese setzen", hatte der BVB-Sportdirektor Michael Zorc die Maßnahmen erklärt. Sancho soll zudem nicht zum ersten Mal mit Disziplinlosigkeiten auf sich aufmerksam gemacht haben.


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Einen weiteren Denkzettel - diesmal sportlich - gab es für den jungen Engländer zudem bei der 0:4-Niederlage beim FC Bayern, als Trainer Lucien Favre den Offensivspieler bereits nach 36 Minuten vom Platz geholt hatte. "Er war einfach nicht gut genug", erklärte der BVB-Coach, der sich von Sancho in Abwesenheit des angeschlagenen Kapitäns Marco Reus Tempo und Spirit erhofft hatte. Stattdessen kam vom Rechtsaußen nichts. Sancho gewann nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe, hatte nur 26 Ballkontakte, lediglich acht seiner Pässe fanden den Weg zum Mitspieler.

Sancho-Abgang für Mega-Ablöse immer wieder ein Thema

Auch dieser Vorfall soll wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich Sancho, der noch bis 2022 beim BVB unter Vertrag steht und den Verein wohl für eine Ablösesumme von mindestens 140 Millionen Euro verlassen könnte, gedemütigt fühle. Die Bild meldet, dass es zeitnah eine Aussprache zwischen der Sancho-Seite und den Dortmunder Verantwortlichen geben soll.