09. Dezember 2019 / 07:04 Uhr

BVB-Sportdirektor Zorc verteidigt Strafen gegen Jadon Sancho: "Musst Mannschaftshygiene wahren"

BVB-Sportdirektor Zorc verteidigt Strafen gegen Jadon Sancho: "Musst Mannschaftshygiene wahren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jadon Sancho fiel beim BVB zuletzt durch Undiszipliniertheiten auf.
Jadon Sancho fiel beim BVB zuletzt durch Undiszipliniertheiten auf. © imago images/Kirchner-Media
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Jadon Sancho fiel bei Borussia Dortmund zuletzt nicht nur mit starken Leistungen auf - sondern auch mit Undiszipliniertheiten. BVB-Sportchef Michael Zorc nimmt den 19-Jährigen in Schutz - sieht die verhängten Strafen aber als gerechtfertigt an.

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Beim starken 5:0 gegen Fortuna Düsseldorf gehörte Jadon Sancho zu den Matchwinnern von Borussia Dortmund. Zwei Tore gingen auf das Konto des jungen Engländers, der schon in der Vorwoche gegen Hertha BSC wieder ansteigende Form bewiesen hatte, nachdem er zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Zuvor erlebte der 19-Jährige schwierige Wochen, fehlte zwischenzeitlich sogar suspendiert, nachdem er wiederholt zu spät zum Training erschienen war.

Der hochtalentierte Rechtsaußen gilt immer wieder als Problemfall im Kader von BVB-Trainer Lucien Favre, der alle Hände voll zu tun hat, den jungen Engländer bei Laune zu halten, der seit Wochen mit einem Transfer zurück in die Premier League in Verbindung gebracht wird. Sportdirektor Michael Zorc hat Sancho nun im Kicker gegen Kritik verteidigt. Dieser sei "noch im Prozess des Erwachsenwerdens und des perfekten Profiverhaltens", sagte Zorc. "Dafür benötigt er Richtlinien und Hilfe. Die werden wir ihm geben."

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Zorc versichert: Winter-Transfer "in keinster Weise geplant"

Zuletzt sickerte aus England durch, dass Sancho schnellstmöglich in seine Heimat zurückkehren will - am liebsten schon im Januar. Vor allem der FC Chelsea und der FC Liverpool von Ex-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp gelten als heißeste Kandidaten auf einen Transfer. Zorc, der immer wieder betont hatte, Sancho beim BVB halten zu wollen, erklärte, das Verhältnis zwischen Spieler und Klub sei "komplett in Ordnung". Ein Abgang Sanchos in der Winterpause sei "in keinster Weise geplant", versicherte der Sportchef.

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Ähnlich hatte Zorc sich bereits vor dem Kantersieg gegen Düsseldorf am Sky-Mikrofon geäußert - nachdem er ein BVB-Angebot für Salzburgs Sturm-Juwel Erling Haaland nicht kommentieren wollte, der bei der Suche nach einem neuen Angreifer offenbar hoch im Kurs steht. „Wir planen weiter mit ihm, er ist ein elementar wichtiger Spieler. Ich sehe kein Szenario, dass er uns verlässt", sagte er über Sancho, der unter anderem vor dem Champions-League-Spiel gegen Barcelona (1:3) zu spät zur Abschluss-Besprechung gekommen war.

Die Strafen, die gegen den noch bis 2022 an den BVB gebundenen Außenbahnspieler in den vergangenen Wochen verhängt wurden, verteidigte Zorc allerdings vehement. "Da hast du keine Wahl", betonte Zorc. "Du musst die Mannschaftshygiene wahren."

Manager Michael Zorc über Jadon Sanchos Situation beim BVB

Bei einem Transfer - etwa im nächsten Sommer - würde der BVB wohl eine Ablösesumme von rund 150 Millionen Euro aufrufen. Für eine ähnliche Summe verließ vor zwei Jahren Ousmane Dembélé den Klub auf unselige Weise in Richtung FC Barcelona.