01. Mai 2020 / 08:39 Uhr

Jürgen Klopp über BVB-Meisterfeier 2011: "So etwas würde es heute nicht mehr geben"

Jürgen Klopp über BVB-Meisterfeier 2011: "So etwas würde es heute nicht mehr geben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der damalige BVB-Trainer Jürgen Klopp bei der Meisterfeier 2011
Der damalige BVB-Trainer Jürgen Klopp bei der Meisterfeier 2011 © imago sportfotodienst
Anzeige

Anlässlich des Jubiläums erinnert sich Trainer Jürgen Klopp an die Meisterfeier 2011 mit dem BVB zurück. Er spricht über den Verlauf der Party, seinen Alkoholkonsum und verrät, was er heute bereut.

Anzeige

Trainer Jürgen Klopp denkt mit einem breiten Lächeln an die Feierlichkeiten zu seinem ersten Bundesliga-Titel 2011 mit Borussia Dortmund zurück. "Die Art und Weise, wie wir gefeiert haben, war sehr ursprünglich. Das war wie Meister werden in der A-Klasse Nordwest", sagte Klopp in einem Podcast des BVB: "Das war eine ganz tolle Feier mit allem Zipp und Zapp. So etwas würde es heute nicht mehr geben."

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Zum "09. Jahrestag" des Titel-Gewinns der 1909 gegründeten Borussia am 30. April 2011 gab es eine große Videokonferenz mit Klopp und 15 seiner in alle Welt verstreuten Ex-Spieler von damals. "Mit dieser gefühlten U19 Meister zu werden, hat unser aller Leben verändert, in einer Art und Weise, wie wir uns das nicht vorstellen konnten", sagte der heutige Coach von Champions-League-Sieger FC Liverpool: "Und ich habe praktisch noch zu allen Kontakt." Klopp meldete sich direkt an für die Feierlichkeiten des 09. Jahrestags des Doubles 2012 im nächsten Jahr. "Sich gegenseitig die Schultern wund zu hauen, finde ich gut", sagte er.

Klopp bereut Alkoholkonsum: "So doof zu sein..."

Bei der Party 2011 sei er "stark angetrunken gewesen, aber ganz normal vom Wagen runtergekommen. 2012 nach dem Double habe ich das nicht ganz mitbekommen", sagte Klopp lachend und sprach "eine Warnung an alle jungen Zuhörer" aus: "Da sieht man, was Alkohol aus Menschen macht. Nicht trinken, sonst verliert ihr die Erinnerung an wichtige Momente in eurem Leben." Er selbst sei "der größte Hammel" gewesen: "So doof zu sein, sich so zuzuschütten, dass man gar nichts mehr mitkriegt, macht gar keinen Sinn."



50 ehemalige BVB-Spieler und was aus ihnen wurde

Einst für Borussia Dortmund im Einsatz: Was machen Márcio Amoroso, Ousmane Dembélé und Alexander Frei heute? Zur Galerie
Einst für Borussia Dortmund im Einsatz: Was machen Márcio Amoroso, Ousmane Dembélé und Alexander Frei heute? ©

Seine damalige Mannschaft habe "eine unglaubliche Spielentwicklung genommen. Das war eine Klasse mit lauter Fußball-Hochintelligenten." Weil er nicht an haptischen Dingen hänge, habe er vergessen, sich Replikas der Pokale zu bestellen, berichtete Klopp. Das habe er später bereut. Zum Geburtstag vor drei Jahren habe ihm seine Frau Ulla schließlich zwei Meisterschalen und den DFB-Pokal nachmachen lassen.