08. Oktober 2019 / 23:37 Uhr

BVB-Boss Watzke hadert mit Trennung von Jürgen Klopp: "War vielleicht ein Fehler"

BVB-Boss Watzke hadert mit Trennung von Jürgen Klopp: "War vielleicht ein Fehler"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im April 2015 geben BVB-Vorstandschef Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp bekannt, dass sich die Wege am Saisonende trennen werden.
Im April 2015 geben BVB-Vorstandschef Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp bekannt, dass sich die Wege am Saisonende trennen werden. © Getty
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Auch über vier Jahre nach dem Abschied von Jürgen Klopp überkommt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Wehmut, wenn er über seinen Ex-Trainer spricht. Der 60-Jährige äußert sich in seinem Buch "Echte Liebe - Ein Leben mit dem BVB" ausführlich über die enge Beziehung zwischen Klopp und der Borussia.

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Kaum eine Verbindung zwischen Trainer und Verein war - und ist - enger als die zwischen Jürgen Klopp und Borussia Dortmund. Auch über vier Jahre nach dem Abschied der Trainer-Ikone vom BVB ist die Beziehung zwischen dem Manager des FC Liverpool und den Schwarz-Gelben sehr positiv geblieben. Vor allem zu den Dortmunder Bossen Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc pflegt der 52-Jährige ein ausgesprochen gutes Verhältnis.

Wie eng die Beziehung zwischen Klopp und den Chefs des BVB wirklich ist, erklärt Watzke in seiner Autobiografie "Echte Liebe - Ein Leben mit dem BVB", die in Auszügen von der Bild veröffentlicht wurde und am 14. Oktober erscheint. Watzke beschreibt darin, wie sehr er mit der Trennung im Frühjahr 2015 hadert, als Klopp nach über sieben Jahren seinen Abschied aus Dortmund verkündete. Man habe nicht mehr versucht, den Trainer umzustimmen, erklärte Watzke, der ein Jahr zuvor noch ein ähnliches Szenario abgewendet hatte.

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Watzke adelt Klopp: "So einen Trainer würden wir nie mehr wieder bekommen"

"Das war vielleicht ein Fehler", meint Watzke heute. "Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn wir die gesamte Mannschaft ausgetauscht hätten - und nicht den Trainer", betonte der 60-Jährige, der den BVB auch dank Jürgen Klopp wieder in der Spitzenregion der Bundesliga etabliert hat. Watzke: "So einen Trainer, das war mir klar, würden wir nie mehr wieder bekommen, gute Spieler aber schon." Mit Klopps Nachfolger Thomas Tuchel wurde Watzke dagegen nie warm, nach zwei turbulenten Jahren war der 46-Jährige wieder Geschichte beim BVB.

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In der Tat ist die Bilanz von Klopp als Chefcoach des BVB eindrucksvoll: Der gebürtige Stuttgarter, 2008 aus Mainz gekommen, wurde mit Dortmund zwei Mal Meister, gewann den DFB-Pokal und führte den BVB in das Finale der Champions League 2013, das in Wembley nur knapp gegen den FC Bayern verloren wurde.

Zwei Jahre später allerdings war der Ofen aus, Klopp und der BVB am Ende, die stürmische Liebesbeziehung auserzählt. Watzke: "Jürgen hätte es nicht mehr gemacht, das hat man gespürt. Er hatte es ja schon ein Jahr vorher angesprochen, da haben wir ja das Ding nochmal mit aller Macht gedreht, bei mir in der Küche."

BVB-Boss Watzke: Wegen Klopp-Trennung selbst vier Jahre später noch wehmütig

Der Abschied von Klopp, der im Oktober 2015 nach vier Monaten Pause beim FC Liverpool anheuerte und mit den Reds in diesem Jahr erstmals in seiner Karriere die Champions League gewann, tat "wochenlang" weh, erklärte Watzke. Selbst heute noch hadert der Klubchef. Watzke: "Manchmal, wenn ich heute im Trainingslager bin und dann spätabends hochgehe auf mein Zimmer und mich nochmal auf die Terrasse setze, überkommt mich so ein wehmütiges Gefühl. Dann denke ich an die vergangenen Jahre, als ich da auch so gesessen habe und dann irgendwann (...) dieses wiehernde Lachen von Jürgen gehört habe. Da wusste ich immer: Es ist alles in Ordnung."

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