28. September 2019 / 23:59 Uhr

Kommentar zum BVB-Remis gegen Bremen: So wird Dortmund nicht mehr Meister

Kommentar zum BVB-Remis gegen Bremen: So wird Dortmund nicht mehr Meister

André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das war nichts: Borussia Dortmund lässt den letzten Meisterschafts-Willen vermissen, meint SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic.
Das war nichts: Borussia Dortmund lässt den letzten Meisterschafts-Willen vermissen, meint SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic. © imago images / eu-images
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Meister-Kandidat Borussia Dortmund? Der BVB tut seit einigen Wochen viel dafür, dass in der Bundesliga schnell wieder klare Verhältnisse herrschen, meint SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic. Mit einer Spielweise wie beim Remis gegen Werder Bremen wird Dortmund nämlich nicht Deutscher Meister.

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Ecki Heuser hatte doch irgendwie recht: Der Sky-Reporter brachte BVB-Kapitän Marco Reus am vergangenen Wochenende nach dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt mit einer Frage nach fehlender Mentalität bei den Dortmundern auf die Palme. Jetzt, sechs Tage später, gibt die Elf von Trainer Lucien Favre gegen Werder Bremen erneut eine Führung aus der Hand und spielt nur Remis. Und es wird immer klarer, dass dem BVB tatsächlich etwas fehlt: Der absolute Wille, das umzusetzen, was sie angekündigt hatten - nämlich Deutscher Meister zu werden.

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Borussia Dortmund hat beim 2:2-Unentschieden gegen Werder Bremen erneut Punkte gelassen. Für den SPORTBUZZER hat Felix Meininghaus die Leistung der BVB-Stars in Noten bewertet - klickt euch durch! ©

BVB muss Meisterschafts-Alarm ausrufen

BVB-Keeper Roman Bürki ist dies beim Bremen-Spiel offenbar auch aufgefallen. Der nicht unbedingt als Lautsprecher bekannte Schweizer sprach am Sky-Mikrofon Klartext und lederte gegen sein einiges Team. "Wir spielen nicht wie Männer. Wir müssen konsequenter dahin gehen, wo es weh tut", ärgerte sich Bürki. Dass die BVB-Stars für ihr eigenes Ziel nicht bis an die Schmerzgrenze gehen, ist alarmierend - dass solch eine Ansage nicht vom Kapitän Reus selbst kommt, was sie in der aktuellen Lage in Dortmund (der FC Bayern ist mit drei Punkten Vorsprung neuer Tabellenführer) eigentlich zwingend müsste, fast noch mehr.

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In dieser Saison verlor der BVB schon mit 1:3 gegen Union Berlin und spielte jeweils 2:2 gegen Frankfurt und Bremen - Meisterschafts-Alarm ruft trotzdem keiner aus. Dabei benötigen die Dortmunder dringend einen internen Weckruf - auch spielerisch: Mit solchen Leistungen werden sie nämlich nicht Deutscher Meister. Der BVB ist einfach zu harmlos. Nur mit Ballbesitz-Fußball wie jetzt gegen Bremen nützen auch schnelle Außenspieler wie Jadon Sancho oder Julian Brandt nichts. Die offensive Kombinationsfreude ist dem BVB nach dem verpassten Meistertitel im Vorjahr gegen den FCB verloren gegangen.

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Wie man es richtig macht, zeigt ausgerechnet einmal mehr der große Rivale FC Bayern München. Der Rekordmeister könnte glücklich sein, die Tabellenführung erstmals in dieser Saison durch einen Sieg in Paderborn erobert zu haben - war das aber nicht. Sportdirektor Hasan Salihamidzic, Joshua Kimmich und Co. waren regelrecht angefressen von der eigenen Leistung auf Sparflamme beim 3:2-Sieg. So geht echter Erfolgshunger, lieber BVB!