02. Dezember 2020 / 22:51 Uhr

BVB trotzt Haaland-Schock: Tor von Guerreiro reicht zum Einzug ins Achtelfinale der Champions League

BVB trotzt Haaland-Schock: Tor von Guerreiro reicht zum Einzug ins Achtelfinale der Champions League

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dank eines Tores von Raphael Guerreiro steht Borussia Dortmund im Achtelfinale der Champions League.
Dank eines Tores von Raphael Guerreiro steht Borussia Dortmund im Achtelfinale der Champions League. © imago images/Mika Volkmann
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Borussia Dortmund hat durch ein Remis gegen Lazio Rom das Ticket für das Achtelfinale der Champions League gelöst. Nach der Hiobsbotschaft um Erling Haaland gelang Raphael Guerreiro am Mittwochabend das einzige BVB-Tor.

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Borussia Dortmund steht zum zehnten Mal in seiner Vereinsgeschichte im Achtelfinale der Champions League. Der deutsche Vizemeister kam am Mittwoch zu einem 1:1 (1:0) gegen Lazio Rom und sicherte sich das Weiterkommen. Für den Sieg in der Gruppe F reichte das Remis vor dem abschließenden Spiel am kommenden Dienstag bei Zenit St. Petersburg allerdings nicht, da Lazio weiterhin nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat und dem BVB noch immer im Nacken sitzt. Raphael Guerreiro traf kurz vor der Pause zur Dortmunder Führung (44.), der frühere Borussen-Angreifer Ciro Immobile glich im zweiten Durchgang per Foulelfmeter aus (67.).

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Das Weiterkommen in der Königsklasse dürfte ein wenig Balsam auf die vor der Partie arg geschundenen Dortmunder Seelen sein. Denn: Wie der Klub unmittelbar vor dem Anpfiff mitteilte, zog sich Top-Stürmer Erling Haaland einen Muskelfaserriss zu. "Er wird vor Anfang Januar nicht mehr spielen können", sagte Trainer Lucien Favre bei Sky und erklärte, dass sich der Torjäger die Blessur bei einer Ballannahme im Abschlusstraining zugezogen habe: "Es war sehr unglücklich. Wir haben zunächst gedacht, dass es nicht so schlimm ist. Aber vielleicht hat er zuletzt zu viel gespielt." Damit wird Haaland dem Team bis zum Jahresende in sieben Pflichtspielen nicht zur Verfügung stehen. Ein bitterer Verlust - zumal sich der jüngst zum besten U21-Spieler Europas gekürte Norweger in den vergangenen Wochen in blendender Form präsentierte. In der laufenden Saison gelangen ihm in 14 Pflichtspielen insgesamt 17 Treffer.

BVB in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel gegen Lazio Rom

 Der BVB gegen Lazio Rom in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der BVB gegen Lazio Rom in der Einzelkritik. ©

Ohne Haaland kam die Borussia im ersten Spielabschnitt zunächst nicht recht in Schwung. So ging die erste gute Möglichkeit an Lazio: Joaquin Correa brachte den Ball aber nicht am Dortmunder Torwart Roman Bürki vorbei (20.). Der Bundesliga-Vierte, bei dem der Spanier Mateu Morey sein Startelf-Debüt in der Champions League gab, antwortete mit einer Doppel-Chance. Zunächst verfehlte Marco Reus das Ziel einem Versuch aus spitzem Winkel nur knapp (30..), anschließend scheiterte auch Giovanni Reyna (31.). Der bärenstarke Guerreiro zeigte sich dann treffsicherer und schloss einen Tempo-Angriff der Dortmunder kurz vor der Pause erfolgreich ab.

Nach dem Seitenwechsel hätte der BVB durch Reyna zunächst erhöhen können (50.), zog sich in der Folge aber ein wenig zurück und überließ den Römern größere Räume. Kapital konnten die Gäste daraus aber zunächst nicht schlagen. Bei Abschlüssen von Patric (60.) und Immobile (61.) war Bürki zur Stelle. Dann half der eingewechselte Nico Schulz beim Ausgleich der Gäste mit und foulte Sergej Milinkovic-Savic ohne große Not am Strafraumeck. Immobile ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen. Am Ende musste sich der Bürki, der in der Schlussphase wiederholt in höchster Note rettete, für das Unentschieden bedanken.