10. November 2019 / 15:40 Uhr

Kommentar zur Kritik an BVB-Coach Lucien Favre: Darum braucht Dortmund keinen neuen Trainer

Kommentar zur Kritik an BVB-Coach Lucien Favre: Darum braucht Dortmund keinen neuen Trainer

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern München - Borussia Dortmund
Bayern München - Borussia Dortmund © picture alliance / Andreas Geber
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Die 0:4-Pleite von Borussia Dortmund im Topspiel beim FC Bayern bringt auch Trainer Lucien Favre wieder in die Kritik. SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp sieht den Schweizer aber als richtigen Trainer für den BVB.

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Es ist eine der ältesten Weisheiten des Fußballs: Der Trainer ist das schwächste Glied. Natürlich gilt das auch für Borussia Dortmund. Natürlich prügeln nun (nach drei Siegen gegen Gladbach, Wolfsburg und Inter Mailand) wieder alle auf Lucien Favre ein, der es bei der 0:4-Pleite in München offenbar nicht geschafft hat, seine Mannschaft – einem Topspiel beim FC Bayern angemessen – einzustellen und zu motivieren. Doch der Ansatz ist genau der falsche.

Stattdessen sollte man den Worten von Sportdirektor Michael Zorc lauschen: „Den Trainer nehme ich von der Kritik komplett aus, fragen Sie die Spieler.“ Recht hat er. Schließlich versagten die BVB-Profis unter Favre nicht zum ersten Mal in München – so war es auch unter seinen Vorgängern Thomas Tuchel, Peter Stöger oder Peter Bosz. Zufall? Mitnichten!

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