28. April 2019 / 20:54 Uhr

Meisterschaft abgeschenkt? BVB-Bosse widersprechen Trainer Lucien Favre

Meisterschaft abgeschenkt? BVB-Bosse widersprechen Trainer Lucien Favre

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hat der BVB den Titelkampf schon verloren? Die BVB-Chefs Michael Zorc (r.) und Hans-Joachim Watzke haben Trainer Lucien Favre widersprochen.
Hat der BVB den Titelkampf schon verloren? Die BVB-Chefs Michael Zorc (r.) und Hans-Joachim Watzke haben Trainer Lucien Favre widersprochen. © imago images / RHR-Foto
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Nach dem verlorenen Revierderby gegen Schalke 04 gab Lucien Favre das Titelrennen gegen den FC Bayern München überraschend auf. Die BVB-Bosse Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc sind anderer Meinung.

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Dem Derby-Desaster folgte die voreilige Kapitulation. In erster Enttäuschung über das demütigende 2:4 (1:2) gegen den Erzrivalen FC Schalke 04 redete der ansonsten als zurückhaltend bekannte Lucien Favre Klartext. „Der Titel ist verspielt“, bekannte der Dortmunder Trainer und erklärte den FC Bayern im Fernduell um die Meisterschaft vorzeitig zum Sieger.

Die denkwürdige Partie mit vier königsblauen Wirkungstreffern, einer diskussionswürdigen Elfmeterentscheidung und zwei Roten Karten wertete der Schweizer als einen Tiefpunkt seiner bisherigen Trainerkarriere: „Das habe ich noch nie erlebt. Vor allem die Art und Weise, wie es passiert ist. Das ist sehr schwer zu verdauen.“

Watzke: "Geben erst auf, wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist"

Doch dieses Signal des Schweizers, bereits vor dem drittletzten Spieltag die weiße Fahne zu hissen, kam bei den BVB-Bossen gar nicht gut an. Bereits am nächsten Tag legten sie vehement Einspruch ein. „Wir geben erst dann auf, wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist. Das ist unsere Verpflichtung den Fans gegenüber“, sagte Watzke dem Kicker.

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Der SPORTBUZZER zeigt die Restprogramme der Bundesliga-Titelkandidaten Borussia Dortmund und FC Bayern München im Überblick. ©

Auch Michael Zorc fand Favres Aussage eher unglücklich. „Natürlich sind die Bayern jetzt in der Pole Position, aber wir schenken keinesfalls etwas ab. Das wäre das falsche Signal“, befand der Sportdirektor in den Ruhr Nachrichten.

Rote Karten für Reus und Wolf tun dem BVB weh

Schon wenige Stunden später wurden die BVB-Bosse in ihrer Einschätzung bestätigt. Denn auch der FC Bayern zeigte Nerven und konnte die Gunst der Stunden nur bedingt nutzen. Nach dem dürftigen 1:1 der Münchner beim Vorletzten Nürnberg liegt der BVB bei nur zwei Punkten Rückstand nach wie vor in Schlagweite zum Spitzenreiter.

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Doch der unerwartete Rückschlag gegen den zuletzt verunsicherten Viertletzten aus Gelsenkirchen traf nicht nur den Fußballlehrer bis ins Mark. Dass ausgerechnet im prestigeträchtigen Kräftemessen mit den ungeliebten Schalkern die Titelträume einen gewaltigen Dämpfer erhielten, wird die Borussen noch lange verfolgen. „Derby-Niederlagen sind immer sehr bitter - heute noch ein bisschen mehr. Das tut sehr, sehr weh“, bekannte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

Nicht nur die Gegentore von Daniel Caligiuri (18./Handelfmeter/62.), Salif Sané (28.) und Breel Embolo (86.), sondern auch die beiden Platzverweise für Marco Reus (60.) und Marius Wolf (65.) schlugen den Dortmundern mächtig aufs Gemüt. Als beim Stand von 1:2 eigentlich ein kühler Kopf gefragt war, verloren der Nationalspieler und der Außenverteidiger die Nerven. Ihre Fouls jeweils an Suat Serdar binnen fünf Minuten besiegelten die erste Heimniederlage der Saison.

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Der BVB verspielt ausgerechnet im Derby gegen Schalke 04 wohl alle Chancen auf die Deutsche Meisterschaft. Der <b>SPORT</b>BUZZER fasst die internationalen Pressestimmen zusammen. Zur Galerie
Der BVB verspielt ausgerechnet im Derby gegen Schalke 04 wohl alle Chancen auf die Deutsche Meisterschaft. Der SPORTBUZZER fasst die internationalen Pressestimmen zusammen. ©

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