03. März 2020 / 08:31 Uhr

Manuel Akanji über Solidarität seiner BVB-Teamkollegen bei Rassismus: "Gehen geschlossen vom Feld"

Manuel Akanji über Solidarität seiner BVB-Teamkollegen bei Rassismus: "Gehen geschlossen vom Feld"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Akanji (rechts) weiß um die Solidarität seiner BVB-Teamkollegen bei rassistischen Vorfällen.
Manuel Akanji (rechts) weiß um die Solidarität seiner BVB-Teamkollegen bei rassistischen Vorfällen. © imago images/RHR-Foto
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Nach den rassistischen Beleidigungen gegen Hertha-Profi Jordan Torunarigha ist sich Manuel Akanji der Solidarität seiner Teamkollegen von Borussia Dortmund sicher. Das erklärt der BVB-Profi in einem Blog-Beitrag. Dort erzählt Akanji auch, wie er mit Rassismus in den sozialen Medien umgeht.

Die Beleidigungen und Schmähungen gegen Mäzen Dietmar Hopp hatten am vergangenen Wochenende erstmals weitreichende Konsequenzen. Die Partie zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern wurde zweimal unterbrochen, stand kurz vor einem Abbruch und endete schließlich in einem Nicht-Angriffs-Pakt beider Teams ab der 78. Minute. Diese Konsequenz wird vom DFB und den Schiedsrichtern nun auch bei rassistischen und anderen diskriminierenden Vorfällen gefordert.

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Abwehrspieler Manuel Akanji von Borussia Dortmund setzte dabei vor allem auch auf die Unterstützung seiner Teamkollegen - und glaubt fest daran. Der Vorfall um Hertha-Profi Jordan Torunarigha im Pokal-Achtelfinale der Berliner gegen Schalke 04 "war auch bei uns in der Kabine ein Thema", schreibt der BVB-Profi in einem Blog für das Online-Portal Watson. Torunarigha war von Anhängern der Königsblauen rassistisch beleidigt worden und kassierte später - sichtlich emotionalisiert - die Gelb-Rote Karte.

Akanji: "BVB würde uns bedingungslos unterstützen"

Akanji meint: "Ich habe mit meinen Teamkollegen Dan-Axel Zagadou, Axel Witsel, Thorgan Hazard und Raphael Guerreiro darüber gesprochen, wie wir auf dem Feld gehandelt hätten. Und wir waren uns einig, dass wir – wenn so etwas bei uns geschieht – geschlossen als Mannschaft vom Feld gehen." Der Schweizer Nationalspieler betont, dass "Solidarität ist in dieser Sache sehr wichtig" sei. "Ich glaube auch, dass uns der BVB, der sich immer wieder klar gegen Rassismus positioniert, in dieser Sache bedingungslos unterstützen würde", sagt Akanji.

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Der Dortmunder Verteidiger selbst habe "im Stadion noch keine direkten Erfahrungen mit rassistischen Vorfällen" gemacht. Allerdings würde ihm in den sozialen Medien regelmäßig diskriminierende Nachrichten erreichen. "Aber ganz ehrlich: Das sind Leute, die sich hinter ihrem Laptop verstecken. Sie würden sich wahrscheinlich kaum trauen, mir das direkt ins Gesicht zu sagen", schreibt Akanji. Seine Reaktion: "Wenn ich dann solche Nachrichten bekomme, blockiere ich die Leute einfach. Was ich sicher nicht mache, ist darauf zu reagieren, denn ich möchte mich nicht auf dieses Niveau einlassen."