30. Juli 2020 / 18:34 Uhr

Seit 2012 nur 57 Prozent aller BVB-Spiele absolviert: Die Verletzungsakte Marco Reus

Seit 2012 nur 57 Prozent aller BVB-Spiele absolviert: Die Verletzungsakte Marco Reus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In der Vergangenheit immer wieder verletzt: BVB-Kapitän Marco Reus.
In der Vergangenheit immer wieder verletzt: BVB-Kapitän Marco Reus. © imago images (Montage)
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Marco Reus bleibt der Problemfall von Borussia Dortmund: Nach langer Zwangspause schien die Zeit für einen Neuanfang gekommen. Doch noch immer ist der BVB-Star nicht voll belastbar. Deshalb lässt das Comeback des Nationalspielers beim BVB weiter auf sich warten. Der SPORTBUZZER zeigt die Verletzungsakte von Marco Reus.

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Auf den ersten Blick schien alles normal. Gegen 10 Uhr fuhr auch Marco Reus beim BVB vor - in lässiger Pose mit Aston Martin und Sonnenbrille. Wie seine Teamkollegen absolvierte der Dortmund-Kapitän am ersten Tag der Vorbereitung auf die neue Saison einen Corona-Test. Doch die Hoffnungen, dass der Nationalspieler am Montag ins gemeinsame Training zurückkehrt, erwiesen sich erneut als Wunschdenken. Auch nach der halbjährigen Zwangspause aufgrund einer Adduktorenverletzung bleibt Reus der größte Problemfall von Borussia Dortmund.

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"Es ist leider noch nicht die erhoffte Besserung eingetreten. Die Sehne ist weiterhin entzündet. Er muss weiter konservativ behandelt werden und kann noch nicht mit dem Team trainieren", klagte Sportdirektor Michael Zorc. Selbst die regelmäßige Arbeit mit einem Physiotherapeuten des Vereins im Urlaub auf Ibiza brachte nicht die erhoffte Linderung. Reus hat weiterhin große Schmerzen, vor allem beim Schießen. Nun sollen weitere medizinische Tests anstehen. Die Dauer des erneuten Ausfalls ist nicht absehbar. Der SPORTBUZZER blickt in einer Galerie auf die Verletzungsakte von Marco Reus.

Die Verletzungsakte von BVB-Kapitän Marco Reus

Immer wieder hat Marco Reus in der Vergangenheit mit Verletzungen zu kämpfen gehabt – und deshalb wichtige Spiele und Turniere verpasst. Der <b>SPORT</b>BUZZER gibt einen Überblick über seine prall gefüllte Verletzungsakte. Zur Galerie
Immer wieder hat Marco Reus in der Vergangenheit mit Verletzungen zu kämpfen gehabt – und deshalb wichtige Spiele und Turniere verpasst. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über seine prall gefüllte Verletzungsakte. ©

Neue Verletzungs-Pause für Marco Reus: Ein weiteres Kapitel in seiner Leidensgeschichte

Für Reus ist es ein weiteres Kapitel in seiner ohnehin schon langen Leidensgeschichte. Seit seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach nach Dortmund im Jahr 2012 stand er laut Kicker in nur gut 57 Prozent der möglichen Einsatzzeit auf dem Rasen, war laut transfermarkt.de insgesamt knapp 900 Tage verletzt, untermauerte aber mit 209 Torbeteiligungen eindrucksvoll seinen Wert für die Mannschaft. Nicht zuletzt deshalb sehnen alle Beteiligten ein Comeback des Ausnahmekönners herbei, der sich am 4. Februar in der mit 2:3 verlorenen Pokalpartie bei Werder Bremen im Leistenbereich verletzt hatte. Zorc ließ offen, wann Reus wieder ins Teamtraining einsteigen kann. "Es ist schwierig, eine zeitliche Prognose abzugeben."

Das große Ziel von Marco Reus bleibt die Meisterschaft. Diese verpasste der BVB am Ende der vergangenen Saison relativ deutlich als Tabellenzweiter mit 13 Punkten Rückstand auf Serien-Meister FC Bayern München. Auch weil laut Reus die Dortmunder "zu viele Punkte abgegeben" hätten, wie er Mitte Juli sagte. Für die kommende Saison sei ihm nun das Wichtigste, Kontinuität in das Spiel und die Ergebnisse zu bekommen. "Dann wirst du das zwangsläufig mal schaffen", so Reus. Der FC Bayern habe das den anderen Mannschaften voraus. "Da sind wir glaube ich gerade auf einem guten Weg, das zu durchbrechen." Allerdings müssen für einen Angriff auf die Bayern beim BVB alle fit sein, dies traf auf Reus zuletzt nicht allzu oft zu.