22. September 2019 / 21:50 Uhr

Kommentar zum Wutausbruch von BVB-Star Marco Reus: Die Mentalitätsfrage muss erlaubt sein

Kommentar zum Wutausbruch von BVB-Star Marco Reus: Die Mentalitätsfrage muss erlaubt sein

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fußball: Bundesliga, Bayern München - Borussia Dortmund, 28. Spieltag am 08.04.2017 in der Allianz Arena in München (Bayern). Sokratis (l) und Marcel Schmelzer von Dortmund diskutieren nach Spielende miteinander. (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) Foto: Andreas Gebert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Müssen sich die Mentalitätsfrage gefallen lassen: Die Spieler von Borussia Dortmund - meint Sportbuzzer-Redakteur Stefan Döring. © dpa
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Nachdem die Mentalität bei Borussia Dortmund im Anschluss an das Remis bei Eintracht Frankfurt in Frage gestellt wurde, wütete BVB-Kapitän ins Reporter-Mikro. Für SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring ist diese Reaktion nicht nachvollziehbar.

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Marco Reus konnte am Sonntagabend nicht mehr an sich halten, als Reporter Ecki Häuser ihm nach dem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt die Mentalitätsfrage im Sky-Interview stellte. „Eure Mentalitäts-Scheiße geht mir so auf die Eier", sagte der Kapitän von Borussia Dortmund: "Das 2:2 war ein Mentalitäts-Problem? Ist das Euer Ernst? Jede Woche dieselbe Kacke.“

Ja! Denn so lange der BVB in Bundesliga-Spielen immer wieder pomadig, selbstgefällig und scheinbar ohne den nötigen Willen auftritt, ist genau diese Frage berechtigt. Borussia Dortmund führte gegen Eintracht Frankfurt zweimal – und brachte den Sieg dennoch nicht über die Zeit. Dies ist nicht zum ersten Mal passiert, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Jahre. Immer wieder schaffen es die Dortmunder nicht, Spiele zu Ende zu bringen. Oder – wie gegen Union Berlin – überhaupt mit der richtigen Einstellung zu beginnen.

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Noch am Dienstag zeigte der BVB in der Champions League gegen den FC Barcelona einen formidablen Auftritt, spielte den spanischen Topklub regelrecht an die (gelbe) Wand. Mit einer Galligkeit, mit der das Team jeden Gegner in der Bundesliga besiegen kann. Doch am Sonntag fehlte genau das. Wieder einmal. Statt die Räume, die sich vor allem gegen Ende des Spiels auftaten, konsequent zu nutzen, bot der BVB den Frankfurter selbst viel Platz an. Den Dortmundern gelang es nicht mehr, die Flanken der Eintracht zu verhindern. Der BVB bettelte förmlich um das späte Gegentor.

Das ist der Unterschied zwischen dem BVB und dem FC Bayern

Wie gesagt: Es war nicht das erste Mal, dass es dem BVB in der Bundesliga nicht gelingt, ein Spiel so souverän zu Ende zu spielen, dass die drei Punkte aufs Konto wandern. Das ist auch weiterhin der große Unterschied zum FC Bayern. Und da darf sicherlich auch die Frage nach der Mentalität gestellt werden. Wenn die Mentalität aber nicht das große Problem ist, landen wir schnell bei der Qualität. Und: Wäre dies das Problem, wäre es weitaus bedenklicher.

Mentalität ist die Grundvoraussetzung für Qualität!

Der BVB in der Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt

Borussia Dortmund hat gegen Eintracht Frankfurt wichtige Punkte aus der Hand gegeben. Die Einzelkritik zum 2:2 im Überblick. Zur Galerie
Borussia Dortmund hat gegen Eintracht Frankfurt wichtige Punkte aus der Hand gegeben. Die Einzelkritik zum 2:2 im Überblick. ©
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