05. Februar 2020 / 13:51 Uhr

Michael Zorc geht nach Pokal-Aus auf BVB-Profis los: "Lahmarschig, bequem und langsam"

Michael Zorc geht nach Pokal-Aus auf BVB-Profis los: "Lahmarschig, bequem und langsam"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat die Mannschaft angezählt und nach dem Pokal-Aus eine Reaktion gefordert.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat die Mannschaft angezählt und nach dem Pokal-Aus eine Reaktion gefordert. © imago images/Jan Huebner
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Borussia Dortmund scheitert wie schon im Vorjahr im DFB-Pokal-Achtelfinale an Werder Bremen - und die Nerven beim BVB liegen blank. Sportdirektor Michael Zorc nimmt die Profis in die Pflicht und wählt vor richtungsweisenden Aufgaben eine klare Ansprache.

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Das überraschende DFB-Pokal-Aus liegt Borussia Dortmund schwer im Magen. Sportdirektor Michael Zorc ging nach dem 2:3 bei Werder Bremen und einer insgesamt schwachen Leistung hart mit den BVB-Profis ins Gericht. Der 57-Jährige, der unmittelbar vor dem Anpfiff noch in der ARD eindringlich vor der Gefahr dieser Partie gewarnt hatte, wählte tags darauf deutliche Worte, um die Dortmunder Spieler vor den anstehenden Aufgaben wachzurütteln.

Das Ausscheiden tue "sehr weh, es ist nicht zu reparieren", grollte der Sportchef gegenüber dem Kicker und ging in die Analyse. "Wir sind dafür bestraft worden, dass wir in der ersten Hälfte lahmarschig, bequem und langsam gespielt haben". Sein vernichtendes Fazit: "Wir haben nicht so gewirkt, als wüssten wir, worum es geht." Ähnlich hatten sich unmittelbar nach der Niederlage schon Abwehrchef Mats Hummels und Julian Brandt geäußert.

BVB in Noten: Die Einzelkritik gegen Werder Bremen

Bittere Niederlage für Borussia Dortmund im DFB-Pokal gegen Werder Bremen. Alle BVB-Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Bittere Niederlage für Borussia Dortmund im DFB-Pokal gegen Werder Bremen. Alle BVB-Spieler hier in der Einzelkritik. ©

Julian Brandt beklagt fehlende "Gier" beim BVB

Die Debatte ist eine wiedergekehrende. Ähnlich wurde über den BVB schon in der vergangenen Saison und zu Beginn dieser Spielzeit diskutiert. Den Dortmundern fehlt in den entscheidenden Momenten eines Spiels (oder, größer gesprochen, eines Wettbewerbs) die letzte Konsequenz, der letzte Wille. Brandt: "Uns hat die Gier gefehlt, Tore zu schießen." Diese "Mentalitäts-Debatte" wurde in Dortmund schon lange vorher geführt.

Mehr zum BVB-Aus im Pokal

Überraschend hatte BVB-Trainer Lucien Favre in der Startformation auf Shootingstar Erling Haaland verzichtet, der in seinen ersten drei Spielen sieben Tore geschossen hatte. Statt auf den formstarken Norweger setzte der Schweizer im Sturm auf Kapitän Marco Reus, der allerdings einen rabenschwarzen Tag erwischte (SPORTBUZZER-Note 5). Erst zur Pause korrigierte Favre seinen Fehler. Haaland traf, doch es war schon zu spät. Dass der Coach wiederholt auf einen Stürmer in der ersten Elf verzichtet, stößt bei vielen Fans auf Unverständnis.

Bayer, Frankfurt, PSG: Auf den BVB warten vorentscheidende Wochen

Mit einem schweren Schlag in die Magengrube geht der BVB in die vorentscheidenden Wochen der Saison. Am Samstag gastieren die Dortmunder bei Bayer Leverkusen, es folgt ein Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Im Achtelfinale der Champions League wartet mit Paris Saint-Germain und Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel dann einer der schwersten Brocken des europäischen Fußballs. Verspielt der BVB auch das Viertelfinale und scheidet international aus, könnte es für die Dortmunder Profis noch ungemütlicher werden.