18. Oktober 2020 / 21:22 Uhr

BVB-Juwel Moukoko reagiert auf Schmähungen bei Revierderby: "Das sind keine Fußballfans"

BVB-Juwel Moukoko reagiert auf Schmähungen bei Revierderby: "Das sind keine Fußballfans"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Dortmunds Supertalent Youssoufa Moukoko wurde beim Revierderby gegen Schalke heftig beleidigt.
Borussia Dortmunds Supertalent Youssoufa Moukoko wurde beim Revierderby gegen Schalke heftig beleidigt. © imago images/Revierfoto
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Beim U19-Revierderby gegen Schalke 04 wurde Borussia Dortmunds Supertalent Youssoufa Moukoko von einigen der insgesamt 300 zugelassenen Zuschauer übel beleidigt. Am Abend reagierte der 15-jährige Ausnahme-Stürmer in einem längeren Statement auf "Instagram" auf den Vorfall.

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Nachdem er am Sonntag beim U19-Revierderby gegen den FC Schalke 04 üble Schmähungen über sich ergehen lassen musste, hat sich Supertalent Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund ausführlich zu Wort gemeldet - und betont, dass es "keinen Platz für Rassismus im Fußball" gebe. Der 15-Jährige war beim 3:2 des BVB nach seinen drei Toren von einigen der 300 Fans im Gelsenkirchener Parkstadion heftig beleidigt worden. Schalke entschuldigte sich umgehend beim Teenager und dessen Klub, Sportvorstand Jochen Schneider kündigte zudem drastische Konsequenzen an.

Die Übeltäter seien "keine Fußballfans, sondern Menschen, die Hass verbreiten wollen", erklärte Moukoko in einem längeren Statement, das am Abend auf seinem Instagram-Kanal gepostet wurde. "Ein Derby ist immer emotional für Spieler und Fans, aber am Ende sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen und keine Grenzen zwischen uns setzen." Die Beschimpfungen des Teenagers waren im Livestream, den der DFB auf YouTube anbot, klar zu hören. Er solle "sich verpissen" oder "ins Grab legen", hieß es unter anderem. Auch rassistische Äußerungen und Androhungen körperlicher Gewalt gab es.

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Er würde weiterhin mit einem Lachen auf dem Platz stehen, sagte der Stürmer der gegen Schalkes U19 alle drei Dortmunder Tore geschossen hatte. "Ich mache weiterhin mein Ding, das ist meine Leidenschaft, das ist, was mit Spaß macht. Egal was jemand sagt, das macht mich nur stärker." An die Adresse derjenigen, die ihn verunglimpft hatten, sagte Moukoko: "Ihr könnt mich hassen und beleidigen, aber ihr werdet mich niemals unterkriegen, denn was ich liebe werde ich immer tun und das ist Fußball spielen und Tore schießen."

S04-Sportvorstand Jochen Schneider erläuterte am Rande des Bundesliga-Spiels von S04 gegen Union Berlin (1:1) auch, wie genau die Konsequenzen aussehen können, die S04nach dem Vorfall ankündigte"Es waren nicht so viele Zuschauer im Parkstadion, genau 300, noch dazu mit personalisierten Tickets. Wir werden nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit der Fanbetreuung diejenigen zu ermitteln, die sich entsprechend geäußert haben." Der Sportchef hatte zuvor Kontakt mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aufgenommen und sich "in aller Form beim Spieler und beim Verein entschuldigt".