25. Juni 2022 / 11:51 Uhr

Top-Transfers Haller, Süle, Schlotterbeck und Co.: Diese BVB-Stars müssen jetzt zittern

Top-Transfers Haller, Süle, Schlotterbeck und Co.: Diese BVB-Stars müssen jetzt zittern

Dennis Ebbecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastien Haller, Niklas Süle und Nico Schlotterbeck (von links) stehen ab der kommenden Saison im Kader des BVB.
Sebastien Haller, Niklas Süle und Nico Schlotterbeck (von links) stehen ab der kommenden Saison im Kader des BVB. © IMAGO/Laci Perenyi/Revierfoto/Pro Shots/RHR-Foto (Montage)
Anzeige

Borussia Dortmunds Neuzugänge sind eine Kampfansage – auch an die eigenen Stammspieler der vergangenen Jahre. Der SPORTBUZZER analysiert, für welche etablierten BVB-Spieler die Luft aufgrund der Transfers von Niklas Süle, Nico Schlotterbeck, Karim Adeyemi und Co. dünn werden könnte.

Mit seiner Transfer-Offensive sendet der BVB ein klares Zeichen – sowohl mit Blick auf das Titelrennen in der Bundesliga als auch auf den eigenen Kader. Denn: Aufgrund der Top-Zugänge Niklas Süle (kam vom FC Bayern), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg), Karim Adeyemi (RB Salzburg), Salih Özcan (1. FC Köln) und nun wohl auch Sebastien Haller (Ajax Amsterdam) muss der eine oder andere Etablierte von Borussia Dortmund um seinen Startelf-Platz bangen. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), nennt die Spieler, für die es unter Trainer-Rückkehrer Edin Terzic eng werden könnte.

Anzeige

Emre Can

Könnte sein großer Vorteil für ihn zum Nachteil werden? Ob in der Innenverteidigung oder im defensiven Mittelfeld: Emre Can (Vertrag bis 2024) gilt als flexibel einsetzbarer Spieler. Da sich der BVB auf genau diesen beiden Positionen namhaft mit Süle, Schlotterbeck und Özcan verstärkt hat, könnte Can zum Verhängnis werden, dass er sich bereits während Terzic' erster Dortmund-Amtszeit weder im Abwehrzentrum noch auf der Sechs festgespielt hatte. Da der Nationalspieler dem Vernehmen nach zudem als einer der Topverdiener im Kader gilt, könnte es für ihn mittelfristig eng werden.

Mats Hummels

52 Gegentore in 34 Bundesliga-Spielen: Keiner der acht Top-Klubs 2021/22 kassierte so viele Treffer wie der BVB. Defensive Stabilität sieht anders aus. Darauf wurde mit den genannten Transfers in der Innenverteidigung reagiert. Machen Süle und Schlotterbeck nun auch die Luft des gestandenen Mats Hummels in Dortmund dünner? Ja, sofern Terzic bei der Viererkette mit zwei Innenverteidigern bleibt. In diesem Fall würden dem 33-Jährigen weniger Einsatzzeiten drohen. Sollte der neue Coach jedoch eine Systemänderung vornehmen und künftig auf eine Dreierkette setzen, wäre auch weiterhin Platz für Hummels. Der Weltmeister von 2014 müsste dann mit Verkaufskandidat Manuel Akanji, der durch die Zugänge in der Hierarchie ebenfalls abgerutscht ist und seinen bis 2023 laufenden Vertrag nicht verlängern will, um die Position kämpfen.

Nico Schulz

Gänzlich unumstritten war Nico Schulz nach seinem millionenschweren Wechsel von der TSG Hoffenheim zum BVB nie. Stolze 25,5 Millionen Euro überwiesen die Westfalen im Sommer 2019 in den Kraichgau. Die ernüchternde Bilanz nach drei BVB-Jahren: Zu mehr als 15 Bundesliga-Einsätzen kam es in keiner Saison. In der abgelaufenen Spielzeit blieb der 29-Jährige – auch bedingt durch mehrere Muskelverletzungen – einmal mehr hinter den Erwartungen zurück. Den Vorzug erhielten auf den Außenverteidigerpositionen vermehrt Raphael Guerreiro und gegen Saisonende gar Felix Passlack, Marius Wolf oder der 17 Jahre alte Tom Rothe. Vieles spricht nicht für gesteigerte Chancen in der neuen Saison – geschmälert würden diese weiter, wenn Terzic auf eine Dreierkette setzt.

Anzeige

Raphael Guerreiro

Obwohl Guerreiro zu den Leistungsträgern im Dortmunder Ensemble gehört, steht der Defensivkünstler offenbar auf der Verkaufsliste der Westfalen. Immer wieder bremsten den Portugiesen muskuläre Blessuren aus, kritisiert wurde zudem seine Sorglosigkeit in der Rückwärtsbewegung. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten habe der BVB dem 28-Jährigen eröffnet, dass man für einen Verkauf offen wäre. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die gestiegene Konkurrenz im Abwehrbereich. Ebenso dürfte Guerreiro das kolportierte BVB-Interesse an Hoffenheim-Verteidiger David Raum wenig gefallen.

Julian Brandt

Bringt Adeyemi seinen Nationalmannschaftskollegen Julian Brandt ins Straucheln? In der vergangenen Saison unter Marco Rose galt der Ex-Leverkusener als gesetzt – brachte es in 31 Bundesliga-Partien auf neun Tore. Da der Transfer Adeyemis 30 Millionen Euro Ablöse gekostet hat und man von den Qualitäten des 20-Järigen überzeugt ist, wird der Ex-Salzburg-Profi sicherlich viele Einsatzzeiten bekommen. Damit könnte er den in der Offensive vielseitig einsetzbaren Brandt aus der Startelf verdrängen. Einem ähnlichen Schicksal scheint Thorgan Hazard, der vor einem Wechsel zu Newcastle United steht, aus dem Weg gehen zu wollen.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.