08. Februar 2020 / 21:36 Uhr

BVB-Star Emre Can kritisiert Abwehr-Leistung nach "Rückschlag" in Leverkusen - Zorc konsterniert: "Tut weh"

BVB-Star Emre Can kritisiert Abwehr-Leistung nach "Rückschlag" in Leverkusen - Zorc konsterniert: "Tut weh"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Emre Can hat nach der Niederlage des BVB gegen Gladbach Kritik an seiner Mannschaft geübt. Sportdirektor Michael Zorc nahm den Faden auf. 
Emre Can hat nach der Niederlage des BVB gegen Gladbach Kritik an seiner Mannschaft geübt. Sportdirektor Michael Zorc nahm den Faden auf.  © imago images/Kirchner-Media
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Miese Stimmung bei Borussia Dortmund nach der Auswärtsniederlage bei Bayer Leverkusen. Der BVB gibt eine 3:2-Führung kurz vor Spielende noch aus der Hand und verliert mit 3:4. Der neue Dortmund-Profi Emre Can findet danach im TV-Interview deutliche Worte, denen Sportdirektor Michael Zorc zustimmt.

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Versteinerte Mienen soweit das Auge reicht: Borussia Dortmund hat wichtige Punkte im Kampf um die Deutsche Meisterschaft leichtfertig aus der Hand gegeben. In Leverkusen verlor die Mannschaft von Trainer Lucien Favre am Sonntagabend mit 3:4 (2:2) - und das trotz zweimaliger Führung. Durch einen Gegentreffer-Doppelschlag in der 81. und 82. Minute von Leon Bailey und Lars Bender steht der BVB am Ende komplett ohne Zähler da. Für Neuzugang Emre Can, der von Juventus Turin ausgeliehen wurde und gegen die Werkself sein Startelf-Debüt gab, ein echter "Rückschlag" in der Liga. Der 26-Jährige kritisierte bei Sky nach Abpfiff die eigene Mannschaft scharf.

BVB in Noten: Die Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen

Borussia Dortmund hat gegen Bayer Leverkusen eine engagierte, aber defensiv anfällige Leistung gezeigt und am Ende verloren. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Noten der BVB-Profis. Zur Galerie
Borussia Dortmund hat gegen Bayer Leverkusen eine engagierte, aber defensiv anfällige Leistung gezeigt und am Ende verloren. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der BVB-Profis. ©
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Mats Hummels nimmt BVB-Teamkollegen in die Pflicht: "Nach Führungen nicht passiv werden"

Can, als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, konnte sich über seinen sehenswerten Weitschuss-Treffer aus 31 Metern zum 2:1 überhaupt nicht freuen: "Wir haben zu einfach Gegentore kassiert", kritisierte er - und nahm die Mannschaft überraschend deutlich in die Pflicht: "Wenn man in Führung geht, muss man auch mal - auf gut Deutsch gesagt - dreckiger spielen." Abwehrchef Mats Hummels stimmte ein: "Es ist das allerwichtigste für uns, bei Führungen nicht passiv zu werden. Ab der 70., 75. Minute sind wir passiv geworden. Wir dürfen den Gegner nicht stark machen", so der Ex-Nationalspieler.

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Den Dortmundern, die deutlich mehr Spielanteile hatten und durchaus höher hätten führen können, droht durch die vierte Auswärts-Pleite in dieser Saison der FC Bayern an der Spitze zu enteilen. Der Abstand des Tabellendritten zum Ersten beträgt drei Punkte. Mit einem Sieg im Topspiel gegen RB Leipzig am Sonntagabend könnte der FCB diesen auf sechs Zähler ausbauen. "Man muss nur einen Blick auf die Tabelle werfen, um zu sehen, dass das heute ein wichtiges Spiel war", ärgerte sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc deshalb. Er sprach von einer "sehr enttäuschenden" Niederlage, die "weh tut", zumal sein Team "bis zur 80. Minute ein gutes Spiel gemacht" habe.

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BVB-Trainer Lucien Favre nach Frage über Titelkampf in der Bundesliga: "Hör' mir auf"

Dann sei laut dem 57-Jährigen jedoch einiges schief gelaufen: "Wir in den entscheidenden Momenten zu passiv geworden, haben den Flankengeber nicht unter Druck gesetzt und waren auch im Strafraum nicht an den Gegenspielern dran", kritisierte Zorc. "Wir bekommen zu viele Gegentore und deshalb stehen wir auch so da aktuell." Dass der BVB in dieser Saison ein handfestes Auswärts-Problem hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Alle vier Niederlagen (Union Berlin - 1:3, FC Bayern - 0:4, Hoffenheim - 1:2 und nun Leverkusen - 3:4) fanden alle auf fremdem Platz statt. "Es ist schon ein Teil unseres Problems, dass wir es auswärts nicht schaffen, die Punkte einzutüten", bilanziert der BVB-Sportchef.

Dortmund-Trainer Lucien Favre will wegen des Rückschlags in Leverkusen nun erstmal nichts mehr über einen Zweikampf mit den Bayern hören. "Hör' mir auf, darüber zu sprechen. Es bringt nicht viel. Wir müssen uns auf das nächste Spiel konzentrieren", antwortete Favre entnervt auf eine Frage zum Titelkampf von Sky-Reporter Ecki Heuser.

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