10. Februar 2021 / 21:53 Uhr

BVB-Profi Delaney kritisiert Team: "Brauchen positivere Einstellung" - Dortmund-Zukunft offen

BVB-Profi Delaney kritisiert Team: "Brauchen positivere Einstellung" - Dortmund-Zukunft offen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Delaney ist mit sich und seinen Teamkollegen unzufrieden.
Thomas Delaney ist mit sich und seinen Teamkollegen unzufrieden. © 2021 Getty Images
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Nur ein Sieg aus den letzten fünf Bundesliga-Spielen: Borussia Dortmund steckt aktuell in der Krise. Immer wieder wird die Mentalität der Spieler als ein Grund dafür angeführt. Nun hat Mittelfeldspieler Thomas Delaney die Probleme des BVB klar angesprochen - und seine Zukunft überraschend offen gelassen.

Für Borussia Dortmund läuft es in der Bundesliga aktuell nicht rund: Nach 20 Spieltagen hat der Vizemeister der vergangenen Saison nur 32 Punkte auf dem Konto: 16 weniger als Spitzenreiter FC Bayern und vier weniger als Eintracht Frankfurt, das mit Platz vier den letzten Qualifikationsplatz für die Champions League belegt. Nach aktuellem Stand bleibt dem BVB auf Rang sechs nur ein Platz in der ab der kommenden Saison eingeführten Europa Conference League, dem neuen drittklassigen Pokal-Wettbewerb der UEFA übrig. Der BVB steckt in der Krise. Mit Thomas Delaney hat ein Spieler in einer Medienrunde nun konkrete Probleme der Dortmunder angesprochen und erklärt, was dem Team aktuell fehlt.

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Die Dortmunder, die am Samstag überraschend beim SC Freiburg (1:2) verloren, hätten dem dänischen Führungsspieler zufolge aktuell ein "Problem" mit der eigenen Ungeduld: "Es geht zu schnell, dass wir in einem Rückschlag direkt eine Katastrophe sehen", kritisierte Delaney und berichtete über ein Gespräch mit dem Trainer-Team um Interims-Chefcoach Edin Terzic. "Darüber haben wir auch gesprochen, dass unsere Reaktionen im Spiel oft negativ sind", verriet der ehemalige Werder-Bremen-Profi. Die BVB-Spieler bräuchten dringend eine "positivere Einstellung", forderte der Nationalspieler.

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Rückschläge gehörten zum BVB-Spiel in der Liga in den vergangenen fünf Partien immer dazu. Bei den Niederlagen gegen Freiburg, Borussia Mönchengladbach (2:4) und Bayer Leverkusen (1:2) und sogar bei den Spielen gegen Mainz 05 (1:1) und dem FC Augsburg (3:1), die nicht verloren wurden, gerieten die Dortmunder jeweils in Rückstand. Das Team reagierte mal gut - und mal weniger. "Es fehlt ein wenig die Gelassenheit und die Scheißegal-Mentalität bei einem Rückschlag, weil wir stark genug sind", sagte Delaney deshalb.

An Trainer Terzic liegt die Misere laut dem Mittelfeldspieler nicht: "Er ist ein guter Trainer, seriös, kommuniziert sehr gut und sagt deutlich, was der Plan ist, was er sich von uns erwartet", so Delaney. "Wir machen es auch mit den Analysen gut. Ich mag den Weg, den er im Moment geht." Die Bilanz des Nachfolgers des im vergangenen Jahr entlassenen Lucien Favre ist dennoch ausbaufähig. Unter Terzic ging es mit der dritten Auswärtspleite am Stück zunächst weiter abwärts. Vier Niederlagen in den ersten neun Spielen unter seiner Verantwortung sind der schlechteste BVB-Wert seit Bernd Krauss in der Saison 1999/00. Delaney schätzt die Ansprache des neuen Trainers trotzdem: "Er hat viel Respekt vor uns und will uns verbessern, da braucht man manchmal diese Ehrlichkeit in der direkten Kommunikation."

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Ehrlich zeigte sich auch Delaney, als er über seine Zukunft beim BVB sprach. Diese ließ der Profi, der in Dortmund noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, im Pressegespräch offen. "Ich bin sehr zufrieden in Dortmund. Aber ich weiß auch nicht, was nächstes Jahr passiert", sagte der Däne. Er wolle erst seine Zukunft "kennen": "Ich will spielen, und wenn ein Trainer kommt, der sagt, dass er hat woanders bessere Spieler als mich gefunden hat, muss ich überlegen." Die Vertrag von Interimscoach Terzic läuft nur bis Saisonende. Danach könnte laut Medienberichten der aktuelle Gladbach-Trainer Marco Rose beim BVB übernehmen.

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