22. Dezember 2019 / 10:36 Uhr

BVB-Keeper Roman Bürki versteht Kritik an Trainer Lucien Favre nicht: "So krass war es noch nie"

BVB-Keeper Roman Bürki versteht Kritik an Trainer Lucien Favre nicht: "So krass war es noch nie"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Roman Bürki will mit dem BVB weiterhin Meister werden.
Roman Bürki will mit dem BVB weiterhin Meister werden. © imago images/photoarena/Eisenhuth
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Torwart Roman Bürki von Borussia Dortmund hat im Interview mit dem "Blick" über seinen Trainer Lucien Favre, die Ziele mit dem BVB und die so oft thematisierte Mentalität gesprochen.

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Torhüter Roman Bürki ist bei Borussia Dortmund die klare Nummer eins, Leistungsträger und Führungsspieler. Unter seinem Landsmann und Trainer Lucien Favre hat er sich stabilisiert und nochmal gesteigert, ist zum zuverlässigen Rückhalt der Mannschaft geworden, wie er gerade erst im Rückspiel der Champions-League-Gruppenphase gegen Slavia Prag unter Beweis stellen konnte. "Prag war natürlich ein großes Spiel", sagte der Schweizer im Interview mit dem Blick. Mit dem BVB will er in der Bundesliga-Rückrunde weiter angreifen und das Ziel verfolgen, Meister zu werden.

Bürki zu Favre-Kritik: "Ich versteh's nicht"

Dabei sieht er auch seinen Trainer Favre mit im Boot und kann nicht nachvollziehen, warum der 62-Jährige in der Öffentlichkeit so hart wegen seines Umgangs mit der Zielsetzung angegangen wird. "Ich hatte noch nie einen Trainer, der so krass kritisiert wurde. Ich versteh's auch nicht, Lucien Favre war schon immer so, er geht in der Öffentlichkeit nun mal nicht so aus sich raus wie andere", nahm Bürki den BVB-Coach in Schutz.

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Überhaupt sieht der 2018 als Schweizer Nationaltorwart zurückgetretene Bürki den großen medialen Druck, der auf die Trainer ausgeübt wird, sehr kritisch. "Aus der Ferne bekam ich natürlich mit, wie die Bayern-Trainer attackiert werden, wie zum Beispiel Niko Kovac zuletzt. Da war auch jeden Tag die Hölle los – obwohl er in der letzten Saison das Double geholt hatte", sagte er und erklärte: "Von daher ist es ein sehr undankbarer Job, vor allem, weil eigentlich die Spieler dafür verantwortlich sind, was dann auf dem Platz geschieht. Aber der Trainer ist nun mal das schwächste Glied."

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Das Thema Mentalität der Mannschaft kam in der Hinrunde immer wieder auf, weil die Dortmunder bei hoher Zielsetzung in der Saison 2018/19 und der aktuellen Spielzeit wiederholt bedenklich wackelten. Das Thema sorgte unter anderem für Zündstoff zwischen BVB-Kapitän Marco Reus und einem Reporter. Der deutsche Nationalspieler hatte auf die Frage nach einem "Mentalitätsproblem" der Mannschaft schroff geantwortet: "Ihr geht mir so auf die Eier mit eurer Mentalitätsscheiße!"

Bürki versteht Reus-Reaktion

Der Schweizer Keeper hat durchaus Verständnis für den Ausbruch seines Kollegen: "Für dich als Spieler ist es etwas vom Schlimmsten, wenn man dir fehlende Mentalität vorwirft. Gerade hier im Ruhrgebiet." Bürki gestand aber auch, dass fehlende Leistung auf dem Rasen durchaus etwas mit Mentalität zu tun habe. "Mats Hummels hat mal gesagt, Mentalität sei der große Bruder vom Stellungsfehler. Das ist schon so. Wenn man nicht weiß, warum man verloren hat, redet man einfach von fehlender Mentalität", sagte er.

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