02. August 2020 / 09:22 Uhr

Von Jude Bellingham bis Jadon Sancho: Michael Zorc erklärt das Scouting-System des BVB

Von Jude Bellingham bis Jadon Sancho: Michael Zorc erklärt das Scouting-System des BVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der BVB als Adresse für die Top-Talente: Mit Jude Bellingham (l.) holte Sportdirektor Michael Zorc (r.) nach Jadon Sancho (M.) den nächsten Engländer nach Dortmund.
Der BVB als Adresse für die Top-Talente: Mit Jude Bellingham (l.) holte Sportdirektor Michael Zorc (r.) nach Jadon Sancho (M.) den nächsten Engländer nach Dortmund. © BVB/Borussia Dortmund/dpa
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Borussia Dortmund gilt in Sachen Spielersichtung und Talente-Entwicklung als einer der Top-Klubs in Europa. BVB-Sportdirektor Michael Zorc gibt einen Einblick in die Funktionsweise des Scouting-Systems.

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Ob Jadon Sancho, Ousmane Dembélé oder Christian Pulisic – kaum einem europäischen Klub wird ein derart gutes Auge für Top-Talente nachgesagt wie Borussia Dortmund. In diesem Sommer holte der deutsche Vizemeister mit Jude Bellingham den nächsten verheißungsvollen Youngster – dabei war man schon im vergangenen Jahr an dem heute 17-jährigen Engländer dran und leistete wichtige Vorarbeit, um nun zahlungskräftige Konkurrenzen wie Manchester United und den FC Bayern auszustechen. Doch wie spürt der BVB kommende Stars auf? Sportdirektor Michael Zorc hat zumindest einen kleinen Einblick in das Scouting-System der Dortmunder gewährt.

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"Seit Jahren – und nicht nur im Fall Bellingham – leistet unsere Scouting-Abteilung um Chef Markus Pilawa hervorragende Arbeit. Dort verfügen wir über eine enorme Expertise. Besonders durch die Implementierung der Abteilung 'Top-Talente' sind wir bereits sehr früh über nahezu alle herausragenden Nachwuchs-Fußballer auf der ganzen Welt im Bilde", erklärt der Manager der Bild am Sonntag. In die Kategorie "Top-Talente" fallen dabei die Altersklassen U16 bis U20. Während die Dortmunder in jüngeren Jahrgängen vor allem regional sichten, wird nach BamS-Angaben ab der U16 bundes- und weltweit gescoutet.

BVB: Bis zu 200 Spieler-Sichtungen pro Monat

Dabei komme das sogenannte "Übersichts-Scouting" zum Tragen, Bedeutet: In Europas Spitzenligen habe der BVB durch Live-Sichtungen detaillierte Kenntnisse über nahezu jeden Spieler. Dies gelte auch für die U15- bis U19-Nationalmannschaften der europäischen Top 6 sowie für die Teams der Youth League. Vor der Corona-Pandemie hätten die Späher bis zu 200 Live-Sichtungen pro Monat vorgenommen.

Hummels, Haaland und Bellingham: Das sind die Rekordtransfers des BVB

Mats Hummels, Erling Haaland und Jude Bellingham (v.l.) gehören zu den teuersten Transfers in der BVB-Geschichte. Wie viel Geld die Dortmunder für sie ausgaben, erfahrt ihr in unserer Galerie.  Zur Galerie
Mats Hummels, Erling Haaland und Jude Bellingham (v.l.) gehören zu den teuersten Transfers in der BVB-Geschichte. Wie viel Geld die Dortmunder für sie ausgaben, erfahrt ihr in unserer Galerie.  ©

Ein Modell, das sich sportlich wie finanziell lohnt. Während Spieler wie Bellingham, der für rund 25 Millionen Euro von Birmingham City kam, oder der junge US-Amerikaner Giovanni Reyna schon jetzt als die Zukunft des Klubs gelten, konnten Profis wie Dembélé oder Pulisic mit großen Gewinnen verkauft werden. Auch Sancho könnte in diesem Sommer das BVB-Konto füllen. Manchester United wirbt intensiv um den 20-Jährigen. Dortmund fordert eine Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro.