09. Februar 2020 / 09:46 Uhr

Sebastian Kehl attackiert BVB-Profis nach Pleite in Leverkusen: "Wenn man sich teilweise so doof anstellt..."

Sebastian Kehl attackiert BVB-Profis nach Pleite in Leverkusen: "Wenn man sich teilweise so doof anstellt..."

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Angefressen! Lizenzspielerchef Sebastian Kehl  übt nach der Pleite bei Bayer Leverkusen harte Kritik an den Profis des BVB
Angefressen! Lizenzspielerchef Sebastian Kehl übt nach der Pleite bei Bayer Leverkusen harte Kritik an den Profis des BVB © imago images/Revierfoto
Anzeige

Klare Worte von Sebastian Kehl: Der Lizenzspielerchef von Borussia Dortmund knöpft sich die BVB-Profis nach der Pleite bei Bayer Leverkusen vor. Er vermisst defensive Stabilität und Führungsspieler.

Anzeige
Anzeige

Sebastian Kehl hat sich die Profis von Borussia Dortmund nach der 3:4-Pleite bei Bayer Leverkusen mit harten Worten zur Brust genommen. "Wir haben erneut zu viele Gegentore kassiert. Wir haben es zwar geschafft, wie in den vergangenen Wochen auch, viele Torchancen herauszuspielen und viele Tore zu erzielen. Aber wenn man so viele Treffer kassiert und sich teilweise so doof anstellt, dann kann man keine Spiele gewinnen", wird der BVB-Lizenzspielerchef in den Ruhr Nachrichten zitiert. Besonders die fehlende defensive Stabilität, die in dieser Bundesliga-Saison schon zu 32 Gegentoren in 21 Partien führte, bringt den Ex-Nationalspieler auf die Palme.

Mehr vom SPORTBUZZER

"Wir haben in unterschiedlichen Systemen gespielt, heute mal in der Viererkette, davor in der Dreierkette. Auch in der anderen Formation waren wir nicht stabil genug, waren nicht in der Lage, die Leverkusener in ihrer Druckphase vom Tor wegzuhalten und unsere Führung zu verteidigen", schimpfte Kehl, der sein Team nach dem Tor zur 3:2-Führung durch Raphael Guerreiro (65.) schon auf der Siegerstraße wähnte. Man habe die Begegnung zu diesem Zeitpunkt "komplett im Griff" gehabt, sei dann aber "viel zu passiv" gewesen. Kehl: "Wir müssen dann vorne weiter gut anlaufen und gemeinsam verteidigen, das ist nicht nur ein Problem der Defensivspieler. Es geht um das gesamtheitliche Arbeiten gegen den Ball."

BVB in Noten: Die Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen

Borussia Dortmund hat gegen Bayer Leverkusen eine engagierte, aber defensiv anfällige Leistung gezeigt und am Ende verloren. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Noten der BVB-Profis. Zur Galerie
Borussia Dortmund hat gegen Bayer Leverkusen eine engagierte, aber defensiv anfällige Leistung gezeigt und am Ende verloren. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der BVB-Profis. ©
Anzeige

Der frühere Bundesliga-Profi vermisst bei den Dortmunder offenbar Akteure, die in brenzligen Phasen die Verantwortung übernehmen. Man brauche "auch Spieler, die die entsprechenden Kommandos geben und den Ruck innerhalb einer Mannschaft auch auslösen", analysierte Kehl und forderte, dass ein Bewusstsein dafür entstehen müsse, dass "jeder Zweikampf entscheidend ist. Dass jedes aggressive Anlaufen notwendig ist, um den Gegner an Tormöglichkeiten zu hindern." Und weiter: "Da sind die Jungs gefordert, die auf dem Platz stehen. Da kann man von außen wenig eingreifen." Sein Fazit, nachdem das Team am vergangenen Dienstag bei Werder Bremen aus dem DFB-Pokal ausgeschieden war: "Das war eine Woche zum Vergessen."

50 ehemalige BVB-Spieler und was aus ihnen wurde

Einst für Borussia Dortmund im Einsatz: Was machen Márcio Amoroso, Ousmane Dembélé und Alexander Frei heute? Zur Galerie
Einst für Borussia Dortmund im Einsatz: Was machen Márcio Amoroso, Ousmane Dembélé und Alexander Frei heute? ©

BVB-Profis Can und Hummels mit klaren Worten

Der im Winter von Juventus Turin verpflichtete Emre Can und Ex-Nationalspieler Mats Hummels sahen eine ähnliche Fehlerliste wie ihr Vorgesetzter. "Wir haben zu einfach Gegentore kassiert", kritisierte Can bei Sky und nahm die Mannschaft überraschend deutlich in die Pflicht: "Wenn man in Führung geht, muss man auch mal - auf gut Deutsch gesagt - dreckiger spielen." Abwehrchef Hummels meinte: "Es ist das allerwichtigste für uns, bei Führungen nicht passiv zu werden. Ab der 70., 75. Minute sind wir passiv geworden. Wir dürfen den Gegner nicht stark machen." Statt Tabellenführer FC Bayern auf den Fersen zu bleiben, muss der BVB nun zunächst seine Probleme in den Griff bekommen.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt