30. Juli 2021 / 10:03 Uhr

"Heiße Luft": BVB-Sportdirektor Zorc dementiert Transfer-Gerüchte um Haaland

"Heiße Luft": BVB-Sportdirektor Zorc dementiert Transfer-Gerüchte um Haaland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Zorc (l.) hat sich zu den Gerüchten um Erling Haaland geäußert.
Michael Zorc (l.) hat sich zu den Gerüchten um Erling Haaland geäußert. © IMAGO/Kirchner-Media
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Die Diskussionen um die Zukunft von Torjäger Erling Haaland bei Borussia Dortmund reißen nicht ab. Nun hat sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc einmal mehr zu Wort gemeldet und Gerüchte um einen Transfer des norwegischen Angreifers zum FC Chelsea als "heiße Luft" bezeichnet.

Michael Zorc hat die wochenlangen Spekulationen über einen drohenden Vereinswechsel des Dortmunder Torjägers Erling Haaland als "heiße Luft" bezeichnet. Damit reagierte der BVB-Sportdirektor auf eine angebliche Mega-Offerte des FC Chelsea für den 21 Jahre alten Norweger in Höhe von 175 Millionen Euro.

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"Dieses Angebot ist nicht da und wird auch nicht erwartet. Als diese Zahlen medial kursierten, haben wahrscheinlich einige Protagonisten noch von der Super League geträumt. Wir müssen Erling nicht verkaufen", sagte Zorc in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur ungeachtet der durch die Corona-Krise verursachten finanziellen hohen Verluste.

Auch Haaland selbst hatte zuletzt sein Schweigen gebrochen und sich zu den Gerüchten um seine Person geäußert. Insbesondere die kolportierte millionenschwere Offerte von Chelsea und Klub-Eigentümer Roman Abramowitsch nahm er dabei ins Visier. "Das ist für eine einzelne Person sehr viel Geld. Um ehrlich zu sein, hoffe ich, dass es nur Gerüchte sind", sagte der 21-Jährige am Dienstag im Trainingslager des BVB in Bad Ragaz. Sein Vertrag in Dortmund laufe noch drei Jahre. "Ich genieße meine Zeit hier. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", ergänzte Haaland.

Die Gerüchte um den Stürmer und den durch den Milliardär Roman Abramowitsch finanzierten Londoner Klub hielten sich in den vergangenen Wochen hartnäckig. "Ich lese nicht alles und nicht jeden Tag. Bis gestern habe ich meinen Berater über einen Monat nicht mehr gesprochen. Ich mache mir nicht viel daraus", sagte Haaland. Doch selbst Matthias Sammer, der seit 2018 als externer Berater des börsennotierten BVB arbeitet, sieht bei einem möglichen Angebot für Haaland eine Schmerzgrenze. Diese sei erreicht, wenn "ein Verrückter" komme und 200 Millionen Euro biete, wie er am Dienstag bei einer Amazon-Pressekonferenz in München sagte. "Wie soll ich das den Aktionären erklären", lautete seine rhetorische Frage zum Ausschlagen einer solchen Summe. Allerdings geht Sammer von einem Verbleib des Torjägers aus. "So ist es besprochen", sagte der 53-Jährige.

Transfer-Gerüchte um Haaland begannen mit Barcelona-Reise

Erste Gerüchte über einen Weggang von Haaland hatte es bereits im Februar gegeben, als ein Treffen zwischen Haalands Vater Alf-Inge und Berater Mino Raiola mit Joan Laporta, dem Präsidenten des FC Barcelona, bekannt wurde. Die damalige Reaktion der BVB-Spitze, den Ausnahmestürmer auf keinen Fall abgeben zu wollen, hatte Raiola damals wenig beeindruckt. "Man muss abwarten, ob diese Aussage bis zum 1. September Bestand hat", kommentierte der italienische Spielervermittler gelassen.

Der starke Saisonschlussspurt der Borussia mit der späten Qualifikation für die Champions League und dem Pokalsieg hat den Wohlfühlfaktor für Haaland erhöht. Doch sein Erfolgshunger ist damit noch lange nicht gestillt. "Unser Team muss stabiler werden", forderte er, "ich möchte Titel gewinnen". Seinem neuen Coach traut er zu, die Mannschaft auf ein höheres Level zu heben. "Ich glaube an Marco Rose. In Salzburg waren elf Jungs auf dem Platz, bei denen jeder für reden gerannt ist und gekämpft hat", sagte Haaland mit Verweis auf die gemeinsame Zeit beim österreichischen Erstligisten.