21. Juni 2020 / 23:00 Uhr

BVB-Sportdirektor Zorc reagiert auf Meister-Ansage von Hummels: "Ehrgeiziges Ziel"

BVB-Sportdirektor Zorc reagiert auf Meister-Ansage von Hummels: "Ehrgeiziges Ziel"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc reagiert positiv auf die mutige Ansage von Mats Hummels.
Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc reagiert positiv auf die mutige Ansage von Mats Hummels. © imago images/Montage
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Der BVB hatte im Rennen um die deutsche Meisterschaft einmal mehr das Nachsehen gegenüber dem FC Bayern. Dennoch formulierten Mats Hummels und Julian Brandt bereits große Ziele für die nächste Saison - für Dortmund-Manager Michael Zorc ein gutes Zeichen.

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Die Vorherrschaft des FC Bayern München über die Bundesliga wird auch in dieser Saison nicht enden. Obwohl die Münchner während der Spielzeit einige Schwächen offenbarten und zwischendurch sogar den Trainer wechselten, gelang es dem BVB nicht, den Titelverteidiger zu stürzen. Dennoch lassen sich die BVB-Stars nicht entmutigen. Mats Hummels peilt sogar bereits den Meister-Titel in der kommenden Saison an, was beim Sportdirektor der Westfalen gut ankommt. "Ich finde es sehr gut, dass dieses ehrgeizige Ziel aus der Mannschaft kommt. Das zeigt, dass unsere Spieler selbst noch einiges erreichen wollen und sich mit der Vizemeisterschaft nicht einfach so zufrieden geben“, sagte Zorc gegenüber der Bild.

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Damit reagierte Zorc auf die Aussagen von Mats Hummels einen Tag zuvor. Nach dem 2:0 am Samstag bei RB Leipzig antwortete der Abwehrchef von Borussia Dortmund auf die Frage nach etwaigen Meisterschafts-Ambitionen für die kommende Saison: "Das muss immer das Ziel sein, wenn man so eine Mannschaft hat." Man wolle in der Tabelle "einen Platz nach oben rutschen" und auch in DFB-Pokal und Champions League angreifen.

Julian Brandt: "Vize-Meisterschaft ist nichts Besonderes"

Nationalspieler Julian Brandt zog kein sonderlich positives Saisonfazit. "Die Vize-Meisterschaft ist nichts Besonderes. Jeder will Erster werden", verdeutlichte Brandt am Sonntag in einer Video-Medienrunde die zukünftigen Ambitionen des BVB. "Es war schwer wegen der Rückrunde der Bayern. Aber es war meiner Meinung nach möglich. Nächstes Jahr geht es von vorne los“, sagte der Offensivspieler. „Wir sind nicht zufrieden mit dem zweiten Platz, weil wir an der Spitze stehen wollten und nicht hinter jemandem. Aber es war wichtig, dass wir Zweiter geworden sind, um zu zeigen: Wir wollen derjenige bleiben, der die Bayern jagt.“

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In diesem Jahr hätte sich der BVB in den Augen Brandts "in der Hinrunde in eine bessere Ausgangsposition bringen und den Druck erhöhen können. Aber wir hatten zu viele Unentschieden. Gegen Werder, Frankfurt oder Paderborn“, sagte er. "Es ist immer die Frage, wie viel Druck du auf den Ersten machst. Und es gab definitiv die Möglichkeit, die Bayern in eine andere Situation zu bringen." In der Rückrunde habe der BVB mit Erling Haaland und Emre Can zudem "zwei Spieler gehabt, die uns in der Hinrunde gefehlt haben." Es wäre "eine andere Situation gewesen, wenn sie das ganze Jahr dabei gewesen wären."

Zorc hadert mit Ergebnissen in direkten Duellen mit dem FC Bayern

Am Ende war der Abstand zum Rekordmeister einmal mehr groß - auch für Zorc gibt es dafür gleich mehrere Gründe. "Um die Bayern abzufangen, hätten wir über die gesamte Saison eine außergewöhnlich gute Leistung gebraucht. Im Nachhinein betrachtet, haben wir keine gute Vorrunde gespielt und zu viele Punkte liegen gelassen. Um Meister zu werden, muss man auch bei den direkten Duellen gegen die Bayern besser abschneiden, als wir es getan haben", sagte der 57-Jährige.