18. April 2017 / 18:45 Uhr

BVB-Star Marco Reus: Ratschläge an Kollegen nach Bus-Anschlag

BVB-Star Marco Reus: Ratschläge an Kollegen nach Bus-Anschlag

André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marco Reus hat die jungen Spieler nach dem Anschlag auf den BVB-Bus wieder aufgemuntert.
Marco Reus hat die jungen Spieler nach dem Anschlag auf den BVB-Bus wieder aufgemuntert. © imago
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Das ist eine klare Ansage: Borussia Dortmunds Comebacker Marco Reus gibt den Halbfinal-Traum in der Champions League trotz der Niederlage im Hinspiel gegen den AS Monaco nicht auf. Nach dem Anschlag auf den BVB-Bus habe er jungen Spielern bei der Verarbeitung des Schocks geholfen.

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Torhüter Roman Bürki schreckt "nachts noch immer auf", und auch bei Kapitän Marcel Schmelzer "ist das Gefühl leider nicht viel besser geworden". Eine Woche nach dem Sprengstoffanschlag auf den Teambus bereitet es den Dortmunder Profis weiterhin Probleme, das Trauma zu verarbeiten. Viel Zeit dazu bleibt nicht. Schon am Mittwoch (20.45 Uhr bei uns im Liveticker) steht im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League beim AS Monaco die bereits dritte Partie seit dem Attentat, bei dem Innenverteidiger Marc Bartra schwer verletzt wurde, an.

Hier lesen: So verfolgt ihr Monaco gegen Dortmund im Free-TV!

Ein besonders schwieriges Spiel!

Nationalspieler Marco Reus gab sich nach dem Anschlag als Seelsorger. Der 27-Jährige stand für Gespräche zur Verfügung. Auf der Pressekonferenz am Dienstag vor dem Viertelfinal-Rückspiel sagte er: "Ich habe versucht, den jungen Spielern nach dem Anschlag zu helfen und gefragt, ob sie darüber reden wollen", so Reus. Danach hätte das Team als Einheit funktioniert. Dass der BVB nach der Bus-Attacke auswärts spielt, sieht er nach der Bus-Attacke eher als Vorteil: "Ich glaube, dass es uns gut tut, weil wir abgelenkt werden und mal weg von zu Hause sind. So etwas kann viel Energie freisetzen", so der Mittelfeldspieler, der am Samstag bei seinem Comeback in der Bundesliga gleich traf.

Extra-Motivation benötige kein Spieler, so Reus:

Tuchel: "War nicht möglich, professionell Fußball zu spielen"

BVB-Trainer Thomas Tuchel fühlt sich in seiner Rolle als Vaterfigur nach den Geschehnissen wohl: "Nur wir miteinander können das alles verstehen, weil nur wir dabei waren. Das ist ein Prozess, bei dem ich gerne ein Teil davon bin. Ich finde es sehr außergewöhnlich, mit wie viel Einfühlungsvermögen sich die Mannschaft damit beschäftigt."

Es sei laut Tuchel für alle im Team ein Traum, ins Halbfinale einzuziehen. Dass es der BVB kann, hat der Klub bereits im Hinspiel gezeigt, trotz der schwierigen Umstände, direkt am Tag nach dem Terror spielen zu müssen: "Wir haben an einem Tag gespielt, an dem es nicht möglich war, professionell Fußball zu spielen. Trotzdem haben wir das Spiel dominiert", sagte Tuchel. "Wir fühlen uns mit der nötigen Energie aufgeladen, um das Besondere zu schaffen."

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