12. Oktober 2020 / 09:45 Uhr

BVB-Talent Reinier: Sehe in Dortmund "genügend Potenzial, um Pokale zu gewinnen und Titel zu holen"

BVB-Talent Reinier: Sehe in Dortmund "genügend Potenzial, um Pokale zu gewinnen und Titel zu holen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Reinier (Mitte) ist beim BVB eines von vielen Top-Talenten.
Reinier (Mitte) ist beim BVB eines von vielen Top-Talenten. © imago images/Uwe Kraft
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Der Tummelplatz für Hochbegabte bei Borussia Dortmund ist seit Sommer um einige Attraktionen reicher – eine davon ist Jesus Reinier. Der Leihspieler von Real Madrid ist eines der größten Talente im Weltfußball. In einem Interview spricht der Brasilianer über seinen Wechsel zum BVB, die ersten Eindrücke und seine Zukunft.

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Nach der rund 23 Millionen Euro teuren Verpflichtung des 17 Jahre alten Jude Bellingham präsentierte Borussia Dortmund im August mit Jesus Reinier einen weiteren blutjungen Neuzugang. Andere Teamkollegen wie Youssoufa Moukoko, Giovanni Reyna, Erling Haaland und Jadon Sancho komplettieren eine Ansammlung von Talenten, die in der Bundesliga ihresgleichen sucht. "Ich glaube, diese Mannschaft hat genügend Potenzial, um Pokale zu gewinnen und Titel zu holen", sagt der Leihspieler von Real Madrid in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten.

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Ganz unerwartet kam der Deal mit dem BVB nicht zustande. Schließlich steht der Name Reinier schon seit über zweieinhalb Jahren im Notizbuch von Sportdirektor Michael Zorc. Mit guten Leistungen auf der Spielmacherposition in der U16-Auswahl Brasiliens überzeugte der in der Jugend von Flamengo Rio de Janeiro ausgebildete Offensivspieler die BVB-Talentscouts. "Dortmund hatte schon Interesse, als ich noch in Brasilien war. Das hat mich damals sehr gefreut, weil der BVB in Brasilien von vielen sehr geschätzt wird. Damals hat es nicht geklappt, ich bin dann zu Real Madrid gewechselt. Doch als jetzt die Anfrage erneut kam, musste ich nicht zweimal überlegen. Dortmund ist für mich eine große Chance, es ist ein großes Projekt und bestimmt die richtige Wahl", meint Reinier.

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Real Madrid investierte immerhin 30 Millionen Euro, um den bereits mit Kaká verglichenen Reinier im vergangenen Januar für sechs Jahre zu verpflichten. Dass der Nachwuchskicker bei den Königlichen bisher nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, änderte nichts an der hohen Erwartungshaltung. Bisher kam der 18-Jährige in der Bundesliga, im DFB-Pokal sowie im Supercup nur zu insgesamt vier Kurzeinsätzen. Reinier spielt dabei "am liebsten hinter der Spitze". Über seine ersten Eindrücke in Dortmund sagt er: "Es ist nicht Rio und auch nicht Madrid, aber es ist eine Arbeiterstadt, das passt zu mir. Ich bin sehr jung, also gibt es in allen Bereichen noch Potenzial für Verbesserung. Ich muss mich an das körperlichere Spiel anpassen, vor allem aber muss ich mich taktisch verbessern."

Reinier: "Das ist für mich etwas ganz Besonderes"

Reinier soll sich beim BVB ähnlich prächtig entwickeln wie der zuvor ebenfalls an den Revierklub verliehene und für stolze 45 Millionen Euro an Inter Mailand verkaufte Achraf Hakimi. Und dabei blickt der 18-jährige Brasilianer auf Spieler wie Kapitän Marco Reus. "Als ich noch kleiner war, habe ich in Brasilien viele Spiele der Borussia geschaut. Mir hat das schnelle Spiel imponiert, wie sie umgeschaltet haben. Mit Reus oder Aubameyang und Lewandowski ging es immer mit Power nach vorn. Deshalb freut es mich jetzt besonders, dass ich noch mit Reus gemeinsam auf dem Platz stehe. Das ist für mich etwas ganz Besonderes", sagte Reinier.