27. März 2020 / 13:33 Uhr

Appell von BVB-Marketingchef Cramer: Fans sollten teilweise auf Ticket-Rückerstattung verzichten 

Appell von BVB-Marketingchef Cramer: Fans sollten teilweise auf Ticket-Rückerstattung verzichten 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Carsten Cramer hofft darauf, dass das nicht alle BVB-Fans auf die Rückerstattung der Tickets pochen. 
Carsten Cramer hofft darauf, dass das nicht alle BVB-Fans auf die Rückerstattung der Tickets pochen.  © imago images/Team 2/Montage
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BVB-Marketingchef Carsten Cramer hofft aufgrund der Folgen der Corona-Krise bei der Rückerstattung der Tickets auf ein Entgegenkommen der Anhänger. Kurzarbeit für die 850 Angestellten des Klubs soll es nicht geben. 

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Auch Bundesligist Borussia Dortmund treffen die Folgen der Corona-Krise hart. Die Lage bei der Borussia sei laut Marketing-Chef Carsten Cramer "sehr ernst", wie er gegenüber den Ruhr Nachrichten erklärte. Man müsse zwar "nicht in Panik verfallen", die Borussia stehe jedoch vor einer "wirtschaftlichen Herausforderung", so Cramer. Kurzarbeit werde es bei Dortmund laut Cramer jedoch nicht geben. Allen 850 Mitarbeitern des Klubs habe er mitgeteilt, "dass das Thema Kurzarbeit für uns keines ist".

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Ein großes Thema beim BVB ist aber der Umgang mit bereits verkauften Tickets. Laut Cramer stehe jedem Fan die Rückerstattung des Preises zu, der Klub hofft jedoch auf ein Entgegenkommen seiner Anhänger, um die wirtschaftlichen Folgen in gewissen Bahnen halten zu können. "Wir würden uns auch freuen, wenn der eine oder andere Euro bei Borussia Dortmund bleibt", so Cramer und appelliert damit an die Fans der Schwarz-Gelben. Die Abteilung für Fanangelegenheiten stünde dazu bereits im Gesprächen mit verschiedenen Fanvertretern.

Cramer: Geisterspiele einzige Möglichkeit, um Geld einzunehmen

Den Gehaltsverzicht von Spielern und Verantwortlichen, wie etwa Klub-Boss Hans-Joachim Watzke und Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl, bezeichnet Cramer als "ganz wichtiges Zeichen". Vor allem die Spieler tun so viel dafür, "damit auch die Arbeitsplätze in der Geschäftsstelle am Rheinlanddamm gesichert sind". Für die Zukunft sieht er jedoch Geisterspiele als einzig mögliche Alternative an, um wieder Geld einzunehmen. Spiele ohne Zuschauer seien "die einzige Chance, mit der wir den Fußball aufrechterhalten können und Einnahmen generieren können, die wir auch brauchen, um auf Dauer den Spielbetrieb fortsetzen zu können".

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Auch wenn Geisterspiele bei den Fans für wenig Begeisterung sorgen, wäre dadurch zumindest sichergestellt, dass man die kommende Saison wohl wie geplant stattfinden lassen könnte. "Wenn wir wissen, dass wir die laufende Saison zu Ende spielen können, dann wissen wir auch, dass wir mit der neuen Saison beginnen können. Daran arbeiten wir mit Hochdruck", erklärt Cramer.

DFL hofft auf Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte Mai

Nach Informationen der Bild hofft die DFL auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte Mai. Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte das Präsidium der DFL am Dienstag eine Pause bis mindestens zum 30. April empfohlen.